Eiche am „Dreiländereck" gepflanzt
Schnatgang des Heimatvereins


WN-Bericht Daniela Allendorf, Fotos Klaus Brandes

Mittwoch, 07.10.2026

Bei bestem Herbstwetter machten sich rund 50 Ostbeverner auf Einladung des Heimatvereins auf den Weg, um die Grenzen der Bevergemeinde zu kontrollieren. Auf einem alten Bild ist unten recht in der Ecke zu erkennen, dass es einmal eine Brücke über die Bever gab. (kl. Bild)
OSTBEVERN. Das sonnige Wetter lockte am Wochenende knapp 50 Ostbeverner zum traditionellen Schnatgang des Heimatvereins. Nach einem kurzen Stück mit dem Fahrrad versammelten sich die Teilnehmer auf dem Hof von Reinhild Prenger-Ber-ninghoff und Antonius Langehaneberg. „Wir wurden wirklich dort sehr freundlich aufgenommen" freute sich Klaus Brandes als Mitglied des Vorstandes des Heimatvereins. Und natürlich kamen die Schnatgänger nicht ohne ein kleines Gastgeschenk, das Ludger Kövener bei der Begrüßung direkt überreichte. Im Anschluss machten sich die Schnatgänger dann auch direkt auf den Weg durch die Philippsheide. „Wirklich eine sehr schöne Route", befanden die Teilnehmer immer wieder. Denn der Weg führte sie überwiegend über gut begehbare Feld- und Wanderwege.
Bereits nach einem guten Kilometer hatte man das „Dreiländereck" erreicht. Dort hatte der Westbeverner Heimatverein einen Stein gesetzt, der das „Dreiländereck" zwischen Telgte, Westbevern und Ostbevern kennzeichnet.
Der Stein am Dreiländereck wurde ebenso „kontrolliert", wie die restlichen Grenzen in der Philippsheide.
In unmittelbarer Nähe nutzte der Ostbeverner Heimatverein jetzt die Möglichkeit, eine Eiche zu pflanzen. Ganz traditionell begossen, wie das bei jedem Schnatgang der Brauch ist. Nach der Stärkung - es wurden Tische und Bänke aufgestellt und alle ließen es sich bei Kaffee und Kuchen gutgehen - ging es weiter entlang der Grenzen zu Westbevern und Telgte, bevor der Weg zurück zum Ausgangspunkt führte.
Dort standen - wie schon den ganzen Tag - Gespräche zwischen den Teilnehmern im Mittelpunkt. Auf dem Hof kam das Gespräch dann aber auf einen alten Steg, den es als Verbindung zwischen den Bauerschaften Lehmbrock und Oberwasser bis zur Begradigung der Bever in den Fünfzigerjahren dort gegeben hat.
Die Teilnehmer waren sich einig, dass eine Verbindung zwischen der Beveraue bei Burg Halstenbeck und der Philippsheide ein tolles, neues touristisches Highlight für Wanderer und Radfahrer werden könnte. Denn eine entsprechende Verbindung könne dafür sorgen, dass man sich den Radweg entlang der Bundesstraße oder auch den Weg über Westbevern Dorf sparen könne und eine gemütliche Alternative hätte.
Auch Reinhild Prenger Behringhoff konnte sich an die Brücke erinnern und holte sogleich ein altes Bild hervor, auf dem die Überquerung der Bever sogar noch zu sehen ist. Die Teilnehmer des Schnatgangs jedenfalls waren sich einig, dass diese Idee durchaus ins Rathaus getragen werden könnte.
Die für alle rundum gelungene Tour wurde auch in diesem Jahr von den Beiratsmitgliedern Hildegard und Karl Wördemann, Maria und Josef Bals sowie Barbara und Reinhold Middrup organisiert.