Akkordeon-Duett bringt richtig Schwung

Letzter Plattdeutscher Abend der „Saison"
WN-Bericht und Fotos von Klaus Brandes

Freitag, 13.03.2026

Die Akteure (v.l.) Ludger Kövener, Gerda Käuper, Albert Laubrock, Bernd Artmann, Herrmann Kövener, Hildegard Wegmann, Paul Verenkotte und Anni Preckel.
OSTBEVERN. Gar nicht mehr winterlich sah es jüngst im Heimathaus aus. Primeln auf den Tischen kündigten das Frühjahr an und Hermann Kövener begrüßte die Gäste zum letzten Plattdeutschen Abend der „Saison" im „komodigen Heimathues". Die Fastenzeit hat begonnen, das Frühjahr zeigt sich draußen überall, die Tage werden länger, es geht auf Ostern zu. So sollten nach Köveners Worten auch die Beiträge der Akteure gestaltet sein. Auch der „Kapellmeester" Werner Kövener war mit seinem Akkordeon gekommen. Doch noch bevor mit „Im Mäten de Buer sien Hector anspannt" das gemeinsame Singen begann, brachte das zahlreiche Publikum dem Geburtstagskind Kövener ein lautstarkes Ständchen, ebenfalls mit Akkordeonbegleitung von dem „Überraschungsgast" Anne-Marie Grage.
Anne-Marie Grage war als Überraschungsgast beim Plattdeutschen Abend.
Anni Preckel erinnerte in ihrem Beitrag an die aufwendige Prozedur des Reinigens von Petroleumlampen in der Nachkriegszeit. Strom gab es nicht auf den Höfen und die schlechte Qualität des ungereinigten Steinöls sorgte für starke Verrußung. Beim gemeinsamen Reinigen der Lampen wurden zum Zeitvertreib Gedichte aufgesagt, die ihr bis zum heutigen Tag im Gedächtnis blieben, was sie direkt eindrucksvoll bewies. Ein flottes Akkordeon-Duett von Werner Kövener und Anne-Marie Grage brachte das Publikum nach der Pause so richtig in Schwung.
Bernd Artmann erfreute mit der Geschichte des Öhms, der, obwohl mittellos, allen Freunden in seinem Testament 1000 Taler vermachen möchte: Die Leute sollten wenigstens seinen „guten Willen" sehen. Auch der Kaplan, der nicht der Meinung war, dass den Leuten auf dem Land „dat Supen" schon mit in die Wiege gelegt sei, musste in der Geschichte von Hermann Kövener bei seinen Bemühungen, die Abstinenz zu fördern, doch an Öhm Jans scheitern.
Dankesworte gab es von Hermann Kövener für alle Mitwirkenden, für all diejenigen, die sich um den reibungslosen Ablauf und den Service kümmern, und auch für die Besucher, ohne die das ja alles gar nicht zu machen wäre. Diverse Präsente und Blumen gab es dann noch von Ludger Kövener für alle Akteure sowie die Helfer um Hildegard Wördemann und Maria Bals. Einen Dank richtete er an alle Besucher. Das alles verbunden mit dem Wunsch auf ein Wiedersehen im November zum Beginn der nächsten Saison der Plattdeutschen Abende.