„Krippkes Kieken" im Heimathaus
WN-Bericht und Fotos von Felix Strickmann
Mittwoch, 14.01.2026
Zahlreiche Krippen waren bereits am vergangenen Wochenende im Ostbeverner Heimathaus zu
bestaunen. Eine weitere Möglichkeit zum Besuch bietet sich am Sonntag (18. Januar).
OSTBEVERN. Die Darstellung der Geburt Jesu stand in all ihren Facetten am Wochenende im Mittelpunkt des
Heimathauses Ostbevern. Beim „Krippkes kieken" waren Besucherinnen und Besucher eingeladen, die Krippe
in ganz unterschiedlichen Darstellungen zu entdecken -von traditionell bis modern, von schlicht bis
kunstvoll gestaltet.
Die Veranstaltung feierte ihre Premiere im Jahr 2019 und hat sich seitdem zu einem festen Bestandteil im
Jahreskalender des Heimatvereins entwickelt und bildet zugleich den Abschluss der Advents- und
Weihnachtszeit. Zu sehen waren Krippenmotive aus verschiedenen Materialien, unter anderem Holzarbeiten,
Wachsfiguren, getöpferte Darstellungen, Inszenierungen aus Naturstein, eine Krippe im Korb sowie Figuren
aus schlichten Holzblöcken.
»Wenn wir ein kleines Licht weitergeben, strahlt immer ein bisschen Wärme zurück.«
Botschaft auf der Krippe der Familie Birke
Die ausgestellten Krippen stammten aus dem Fundus des Heimathauses, darunter viele gespendete Stücke,
aus Leihgaben von Familien aus dem Umland sowie aus der Sammlung von Hildegard Wördemann, einei
Mitorganisatorin der Ausstellung. Sie zeigten eindrucksvoll, wie unterschiedlich das Jesuskind, Maria,
Josef, die Hirten, die Heiligen Drei Könige und die Tiere dargestellt werden können.
Zu den besonderen Blickfängen zählte eine große, ausladende Krippe der Familie Reckmann aus Brock.
Ebenfalls viel Aufmerksamkeit erhielt eine getöpferte Krippe der Familie Uhlenhake, die zwischen 1979
und 1984 entstanden ist.
Einen modernen Akzent setzten die gestalteten Säckchen von Monika Grewe-Laufer, die bereits im Religio
in Telgte ausgestellt waren. Die Säckchen sind ein „Wegbegleiter durch die Adventsund Weihnachtszeit"
und zeigen unter anderem weihnachtliche Symbole sowie Noten und Texte bekannter
Weihnachtslieder.
DIe Krippe der Familie Uhlenhake.
Angelika Schulze-Hagen steuerte unter anderem diese Krippe zu Ausstellung bei.
Weitere Krippen waren mit Lichterketten dekoriert, darunter eine Leihgabe der Eheleute Schäfer.
Die Organisatorinnen wiesen darauf hin, dass einige Krippen gegen eine Spende für das Heimathaus
mitgenommen werden könnten, um die katholische Krippentradition auch zu Hause weiterzuführen.
Hintergrund ist, dass im Heimathaus inzwischen viele Krippen ganzjährig gelagert werden und der
vorhandene Platz ausgereizt ist. „Für die nächsten Jahre nehmen wir auch gerne Krippenlandschaften
leihweise für das Krippkes kieken", erklärte Hildegard Wördemann. Die Kommunikation über Krippen, die in
der nächsten Auflage ausgestellt werden können, laufe über das gesamte Jahr. Über die Krippen kamen die
Besucherinnen und Besucher schnell ins Gespräch und schwelgten bei Kaffee und Rosinenstuten in
Erinnerungen an vergangene Weihnachtsfeste. Die Tische, auf denen die Krippenlandschaften präsentiert
wurden, waren passend weihnachtlich dekoriert und unterstrichen die besondere Atmosphäre. Wer den Termin verpasst hat, bekommt am kommenden Sonntag (18. Januar) von 14.30 bis 17 Uhr noch
einmal
die Gelegenheit, die Ausstellung im Heimathauszu besuchen und beim „Krippkes kieken"
innezuhalten. Mehr Bilder zum Thema in den Fotogalerien auf wn.de