Winterwanderung des Heimatvereins

Stricker CNC-Zerspanung - Einblick in Produktionsabläufe
Bericht und Foto von Alfred Stiller

Sonntag, 28.01.2024

Offensichtlich hatten die beiden Organisatoren des traditionellen Winterspaziergangs alles richtig gemacht. Wie Franz-Josef Elberich bei der Begrüßung der mehr als 40 Teilnehmer am Startpunkt Heimathaus treffend bemerkte, „die haben sich sogar ums passende Wetter gekümmert“. Ja, das passte wirklich, strahlender Sonnenschein und endlich mal wieder ein Tag, an dem es nicht regnete. Josef Bals und Karl Wördemann, denen diese Vorschusslorbeeren galten, übernahmen dann auch beim Wandern die Führung. Durch die Wohngebiete am Nachtigallenweg entlang ging es ins Industriegebiet. Das Ziel war die Firma Stricker am Graf-Zeppelin-Ring.
Zu Gast bei der Firma Manfred Stricker Einblick in Produktionspalette und -abläufe bei der Firma Manfred Stricker.
Manfred Stricker, der Inhaber, begrüßte die Wanderer und diejenigen, die direkt zum Betrieb gekommen waren. In der großen Produktionshalle mit imponierenden Fräs- und Zerspanungsmaschinen tat sich für die meisten der Besucher eine völlig neue Welt auf. Manfred Stricker erklärte, zeigte, erläuterte viele Details der Maschinen, der Produktpalette und der Fertigungsabläufe. Die Firma ist seit 2005 tätig. Neben der Fertigung, auch Lohnfertigung, von Metallbauteilen, angefangen bei Prototypen bis zur Serienproduktion mit bis zu 10.000 Stück stellt der Bereich Schwerlastauszüge für die Industrie den wichtigsten Produktionsbereich dar. Die sind übrigens patentiert und daher galt auch ein Verbot für’s Fotografieren irgendwelcher Maschinendetails. Manfred Stricker zeigte, dass zum Beispiel diese kugelgelagerten Schwerlastauszüge aus Werkzeugstahl ähnlich funktionieren wie ein Schubladenauszug in der Küche. Das sie aber eine ganz andere Tragkraft haben, bewies er, indem er sich selbst auf so einen Auszug stellte und erklärte: „Da könnten noch zwei weitere Personen dazu kommen“.
Natürlich kamen Fragen – Fachkräftemangel, Kostendruck, Arbeitszeiten, Ausbildungsmöglichkeiten und Absicherung durch Patente. Das Interesse war groß und auch dem Firmeninhaber merkte man an, dass er mit Herz und Seele dabei war.
Nach einem Kaffee, der Übergabe eines kleinen Präsents und diversen Dankesworten ging es dann zurück zum Heimathaus. Da hatten die beiden Organisatoren zusammen mit weiteren Helferinnen und Helfern schon Wurstebrot und Leberbrot mit allem, was dazu gehörte, vorbereitet. Der Nachmittag endete somit für manche der Teilnehmer erst am frühen Abend und mit dem Fazit „alles richtig gemacht von den Organisatoren – danke!“.