Schnatgang führt ins Naturschutzgebiet

Erste Veranstaltung des Heimatvereins in diesem Jahr

Dienstag, 05.10.2021

WN-Bericht: Anne Reinker, Fotos: Alfred Stiller

Schnatgang 2021 vom Hof Kövener ins Naturschutzgebiet Lilienvenn
OSTBEVERN.Ob die Grenzverläufe der Gemeinde wohl noch stimmen? Davon ist auszugehen, doch die Tradition des Schnatgangs lässt sich der örtliche Heimatverein nicht nehmen. Denn das Interesse an einem Spaziergang, verknüpft mit Wissenswertem zu den Gegebenheiten vor Ort, ist Jahr für Jahr hoch. Einen Grenzstein mit Jahresplakette setzten die Organisatoren, auch eine Eiche zur Erinnerung wurde an diesem Tag wieder gepflanzt.
„Erstaunlich, wie viele Leute hier sind”, erklärte Franz-Josef Elberich in einigen einleitenden Worten und freute sich, auch Teilnehmer begrüßen zu können, die in den Vorjahren nicht dabei waren. Auf dem Hof Kövener in der Bauerschaft Brock trafen sich die etwa 30 Ausflügler, um sich auf den insgesamt vier Kilometer langen Fußmarsch zu machen.
Dabei wurde das Naturschutzgebiet Lilienvenn angepeilt, eine Fläche hauptsächlich auf Kattenvenner Grund und Boden. Das über 100 Hektar große Areal bietet zahlreichen Vogelarten ein Zuhause. Ein Brutgebiet ist es beispielsweise für den Großen Brachvogel und die Wachtel. In Augenschein genommen werden konnte das von der Aussichtsplattform aus, an der die Gruppe auch eine Pause mit Kaffee und Kuchen einlegte. Für die kleine Pause sorgten Hildegard und Erich Harenbrock mit Unterstützung.
Schnatgang 2021 - Traditionsbaum
Mit Rückkehr von der Kattenvenner Grenze pflanzten die Aktiven gegenüber der Friedenslinde, der Gedenkstätte zur Heimkehr Kriegsgefangener und Kriegsteilnehmer, den Traditionsbaum. Auch der Grenzstein mit Jahreszahl wurde wieder dazu gesetzt. Die Plakette des eigentlich geplanten Schnatgangs im letzten Jahr hat Franz-Josef Elberich noch da. Jetzt trägt sie den Untertitel „Corona“ und soll an einem Stein am Heimathaus befestigt werden, wie er sagte.
Schnatgang 2021 - Grenzstein mit Jahreszahl
Auf dem Hof Kövener wurde zum Grillimbiss eingeladen. „Das war die erste Veranstaltung des Heimatvereins in diesem Jahr”, erklärte Alfred Stiller. Alles andere habe aufgrund der Corona-Schutzverordnung ausfallen müssen. Nun wird allgemein gehofft, dass die Vereinigung mit dem vollen Programm weitermachen kann.