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Alte Krankenhaus im Jahre 1961
Das Fachwerkhaus zierte im Jahre 1961 die Bahnhofstraße und war im Volksmund als "altes Krankenhaus" bekannt. Bild: Aloys Pohlmann
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Aktuelles

Plattdeutscher Abend 07. November 2018, gar nicht trübe, düster und bedrückend

07. November 2018 Plattdeutscher Abend Los ging es natürlich mit dem obligatorischen Klingeln von Hermann Kövener. Franz-Josef Elberich als Vorsitzender des Heimatvereins begrüßte die rund 50 Besucher und Akteure. Den Grußworten schloss sich auch Hermann Kövener an und die Teilnehmer gedachten der im Jahresverlauf verstorbenen Mitglieder des Vereins.
Die Geschichten, die Hermann Kövener dann erzählte, handelte natürlich vom Novemberwetter, dem Nebel, der aktuell noch selten zu sehen ist und von Sünte Martin, St. Martin, oder den Trekvuegels, den Zugvögeln, die sich auf den Weg in den Süden machen. Die weiteren Geschichten aus den Federn von Hannes Demming und Otto Pötter hatten auch Bezug zur Jahreszeit. Schlachtzeit, Kälte und das Wetter oder auch die Erklärung, wie der elfte Monat im römischen Kalender seit Cäsars Zeiten benannt ist. Drocke Tage mit wenig Muße, Kirchhofbesuche, Kaffeekränzchen und Einkaufsbummel und Kinderhüten, davon erzählte Heiner Eikelmann. „Wer weiß, wozu es gut ist?“ fragte Gertrud Mußmann und der Hintergrund ihrer Erzählung war, dass Glück und Unglück oft nahe beieinander liegen. Lustig ging es bei der Grippeschutzimpfung zu, bei der Natz von seinen Arbeitskollegen gehörig in Angst versetzt wurde. Nachdenklich wurde es dann, als Anni Preckel von der wartenden Mutter am Gartentor erzählte und von Lebenswegen, die sich ähnlich sind. Sie hatte das bekannte Gedicht von Annette von Droste-Hülshoff, der Knabe im Moor, selbst ins westfälische Plattdeutsch umgeschrieben und das war ihr wirklich gut gelungen. Ihr Vortrag brachte die düstere Stimmung direkt ins Heimathaus und allen war klar, schurig is’t üowert Moor to goahn. Das eine Übertragung eines bekannten Gedichts, hier war es „Herr von Ribbeck zu Ribbeck“, in das westfälische Platt gelingen kann, zeigte ein weiterer Beitrag. Die Erzählung von der Oma, Erinnerungen an die angeblich so gute, alte Zeit, waren sicherlich rosarot gefärbt. Albert Laubrock machte es danach recht spannend. Wölfe im Kattmannskamp soll es vor 150 Jahren noch gegeben haben aber ob die Geschichte vom Bauern, den zwei Wölfen und der Rettung durch den Hofhund Karo sich wirklich so zugetragen hat, blieb im Dunkeln. Franz-Josef Elberich erzählte dann authentisch, wie es früher auf seinem Hof beim Brotbacken zugegangen ist und wie gut das Rübenkraut, das man mit dem Finger stibitzte, geschmeckt hat.
Nach der Pause, in der sich dann auch die Biäwersänger einfanden, da einige vorher zu einem runden Geburtstag geladen waren, ging es jahreszeitlich entsprechend weiter. Treiber und die Treibjagden, das liebe Geld, ein Platz an der Sonnenseite des Lebens und wieder einmal um damals, die so oft erwähnte gute, alte Zeit. Wann war das denn, fragte man sich und ganz ehrlich, wer wollte heute noch eine Zahnbehandlung ohne Betäubung. Die Biäwersänger mit Dirigent Roland Rösing nahmen dann Aufstellung und stellten beim ersten Lied fest: „Gued wier hier to sein“. Das aus dem Hochdeutschen bekannte Lied, hier natürlich in Platt trug Klaus Brandes als Solist vor. Erntedank war das Thema bei „Gott helpe ju“, während beim Lied „De Köster“ der alte Küster die ebenfalls alte Orgel wirklich „bruuusen“ ließ. Das letzte Stück des Abends stammte auch von Augustin Wibbelt. Nachdenklich und mit einem Blick in die Vergangenheit klang dann der Abend mit „Min aolle Frönd“ aus. In den kommenden vier Monaten wird es jeweils am ersten Mittwoch im Monat weitere Plattdeutsche Abende im Heimathaus geben.


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