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Alte Krankenhaus im Jahre 1961
Das Fachwerkhaus zierte im Jahre 1961 die Bahnhofstraße und war im Volksmund als "altes Krankenhaus" bekannt. Bild: Aloys Pohlmann
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"De Tied vergeiht" - Plattdeutsche Wintersaison zu Ende, 07.März 2018

Plattdeutscher Abend 07. März 2018 Er erzählte, wie die Zeit vergeht, der Winter vom Frühjahr abgelöst wird und in den letzten Tagen auch eine anderer, weil warmer Wind, für Behaglichkeit sorgt. Seinen Dank richtete er an die fleißigen Helfer und Organisatoren, die dafür sorgen, dass wieder einmal alles vorbereitet ist und Getränke und leckere Plätzchen gereicht wurden. Leider waren Hildegard Wegmann und Heiner Eikelmann krankheitsbedingt diesmal nicht dabei, trotzdem sollte es ausreichend „Dütt un datt up Platt“ geben, versicherte Hermann Kövener. Sein Bruder Werner, der die Abende immer musikalisch bereichert, hatte vor einigen Tagen Geburtstag und ließ sich, von den Besuchern aufgefordert, „auk wat miärken“, bevor er zum Akkordeon griff und alle auf Plattdeutsch von dem Bauern sangen, der im März die Pferde anspannt. Das nahende Frühjahr beschrieb Hermann Kövener dann nach einem Gedicht von Hannes Demming und ließ Vögel singen, frische Blümchen sprießen und die Sonne ausgiebig scheinen. Klar wurde, erst bei einem solchen Wetter beginnt für die Bauern das neue Jahr wirklich und sie freuen sich auf eine gute Zeit. Gertrud Mussmann hatte sich ausgiebig Gedanken um die Fastenzeit gemacht und allein die Aufzählung all der Sachen, die man eigentlich nicht mehr essen darf, machte Appetit. Eine längere Geschichte, von Augustin Wibbelt, trug dann Anni Preckel vor. Vater Klüngelkamp, der die Fahrpläne der Eisenbahn auswendig kennt und sogar bei der Ackerarbeit kontrolliert, ob der Zug wirklich pünktlich fährt, macht eine Reise an die Ostsee. Mit dabei ist der Vikar und da es „ins luthersche Gebiet“ geht, gibt es manches am Irrungen und Wirrungen. Die Besetzung von damenlosen Standkörben oder das ausgiebige und dringend nötige Füße waschen in der Ostsee sorgten für einiges Gelächter. Etwas heimatverbundener ging es bei Albert Laubrock zu. Wie kann man seinen Grünkohl, das „Moos“, vor den hungrigen Hasen schützen? Der Gartenbesitzer Jan Mümmelmann machte das dem Jäger vor, fing den Hasen in einer Schlinge und ließ ihn nach einer Tracht Prügel wieder laufen. Nachahmenswert war das nicht unbedingt. Die Zeit um Ostern, früher auch der Beginn der Schulzeit für die „i-Männchen“, wurde bei der Geschichte von Hermann Kövener noch einmal lebendig. Was Nätzken alles erlebte, wie man sich mit seinen Ansichten täuschen kann und wie verrückt das Leben spielt, die Zuhörer erlebten einiges und es gab eine Menge Gelächter. Nach der Pause wurden Fastenkuren für viel Geld in schönen Kurkliniken angepriesen, die aber nur dann Erfolg haben, wenn man auch zu Hause weiter vernünftig lebt. Die Geschichte vom Teufel, der die noch nicht geweihte Kirchglocke von Ostbevern bei einem Sommergewitter stiehlt und die dann im „Niärtelnkolk“ versinkt, erzählte Gertrud Mussmann, die die Sage selbst ins Plattdeutsche übersetzt hatte. Danach fragte sie, welches Wort am häufigsten genutzt wird und man wusste bald, dass war das „wat“. Eine Geschichte aus der eigenen Familie, über 150 Jahre lag das zurück, gab es noch von Anni Preckel zu hören. Alte Zeiten, wenig Geld, viel Arbeit, Bernhards Erinnerungen an die ersten Schultage, all das war hörenswert und die Besucher hörten auch genau hin. Ausgiebige Spaziergänge und ein Treffen mit alten Sangesbrüdern, da musste es bei der Rückfahrt im Bus mit der Ehefrau Probleme geben, erklärte Albert Laubrock. Auch Hermann Kövener erzählte noch einmal vom Reisen. Fahrpreise, die nach kurzen oder langen „Buxen“ festgelegt waren, da dachte Oma natürlich darüber nach, wie sie kostenlos fahren könnte. Für die Akteure gab es, wie in den Vorjahren auch, ein kleines „Dankeschön“ vom Heimatverein. Dann gehörte Musik noch einmal zum Programm. Werner Kövener nahm sich ein wenig Zeit und unterhielt mit flotter Musik, sang auf Platt ein Stück von Udo Jürgens mit eigenem Text und alle hatten ihren Spaß, bevor es dann nach Hause ging..
Die nächste musikalische Überraschung wird es am 22. April geben, wenn sie „Singenden Kiepenkerle“ im Heimathaus ihre Hitparade darbieten.


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