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Innenansicht der katholische Pfarrkirche
Innenansicht der katholischen Pfarrkirche vor dem Umbau während einer Trauung.
Bild: Heinz Lüning
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Altes Handwerk am Sonntag, 18.10.2015 - Zinngießer Bernhard Annegarn

Zinngießer Bernhard Annegarn, 18. Oktober 2015 Dinge selbst ausprobieren, das war am Sonntag im Heimathaus nicht nur erlaubt, sondern gerne gesehen. Bernhard Annegarn war zu Gast und führte sein Hobby vor: das Zinngießen. Die jahrhundertealte Handwerkskunst stieß bei den Besuchern auf großes Interesse.
Normalerweise ist der 81-Jährige an den Wochenenden im Mühlenhof-Museum anzutreffen. Für den Heimatverein machte er nun eine Ausnahme und kam mit seinem Handwerkszeug in das Gebäude am Lienener Damm. Kaum hatte er aufgebaut und das Zinn in einen flüssigen Zustand gebracht, drängten sich auch schon die Besucher um seinen Tisch. Damit die detaillierten Motive, die Annegarn mit viel Liebe zum Detail gießt, überhaupt entstehen können, benötigt der Handwerker Formen. „Die schnitze ich selbst“, sagte der Münsteraner. Er stellt sie aus Silikonkautschuk her, denn das ist bis über 400 Grad hitzebeständig und deshalb gut geeignet.
Der flüssige Zinn wird hinein gegossen, darf kurz erkalten und kann kurz darauf aus der Form genommen werden. Überstände werden abgekniffen, dann wird das schmucke Teil poliert und schon ist ein neues Exemplar fertig. Manche Teile, insbesondere den vorweihnachtlichen Schmuck, lässt Annegarn mit feinen Pinselstrichen bemalen. „Auch Modernes greife ich auf“, sagte Annegarn beim Blick auf seine Figuren. Er stellt hauptsächlich dekorativen Zierrat her. Und, wie könnte es bei einem Münsteraner anders sein, natürlich auch kleine Fahrräder. Heiner Eikelmann erinnerte sich, als er dem Handwerker bei dessen Arbeit zuschaute: „Früher hat man immer Zinnsoldaten gemacht, mit denen man spielen konnte.“ Bernhard Annegarn entgegnete: „Das läuft heute nicht mehr.“
Annegarn hat früher Bierleitungen in Gaststätten gereinigt. Damals, Mitte der 1960er-Jahre, kam er erstmals mit dem Schwermetall in Kontakt. „Die Leitungen für das Bier waren damals alle aus Zinn“, sagte er. Wenn er dann Präsente für die Gastronomen brauchte, etwa zu einem Jubiläum, goss er mit Wappen verzierte Bierbecher oder Pinnchen selbst. Inzwischen ist Annegarn längst im Ruhestand, sein Hobby aber verfolgt er weiterhin. Das Interesse daran ist groß, das zeigten die vielen Besucher im Heimathaus, die gespannt verfolgten, wie Annegarn seine kleinen Kunstwerke schuf.
Auf eine nächste Veranstaltung im Heimathaus weisen die Organisatoren jetzt schon hin: Am Mittwoch, 4. November, sind Interessierte wieder zum plattdeutschen Abend eingeladen.



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