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Innenansicht der katholische Pfarrkirche
Innenansicht der katholischen Pfarrkirche vor dem Umbau während einer Trauung.
Bild: Heinz Lüning
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"Maakt et ju gemöötlick, leiwe Lüü" - Plattdeutscher Abend, 07.01.2015

Plattdeutscher Abend mit Sternsingern, 07.01.2015 Nach der obligatorischen Begrüßung von Hermann Kövener, der schon einiges zum vorgesehenen Programm des Abends erläuterte, kamen drei Gäste aus dem Morgenland. Die Sternsinger der Messdienergemeinschaft St. Ambrosius, Maja Annegarn, Melina Heitkötter und Carlotta Hemkendreis, begleitet von Simon Jürgens, sangen ihr Lied und danach klimperte es auch in den Sammelbüchsen, die herumgereicht wurden. Dafür gab es von Alfred Stiller vom Heimatverein ein kleines süßes Präsent für die Sternsinger und eine Menge Applaus der Zuhörer. Hermann Kövener zitierte Anton Aulke mit vielen Wünschen zum Neuen Jahr, das hoffentlich ein Kälbchen, zwölf Ferkel und für jedes Mädchen einen Bräutigam bringen wird. Bei einer weiteren Geschichte mit mehr Zeitgeist hoffte er darauf, dass es keine neuen Steuern, weniger Bürokratie und Arbeit für alle Menschen geben wird. Heiner Eikelmann sinnierte über weißen Schnee, länger werdende Tage und gemütliche Abend e am Herdfeuer mit plattdeutschen Erzählungen. Ähnlich war die Geschichte von Otto Pötter, die von Hildegard Wegmann vorgetragen wurde. Hier ging es auch um die Abende am Herdfeuer, Mettwürste und Schinken, Frauen die stricken und Männer, die Körbe im Feuerschein flechten. Anni Preckel, die ihren Vortrag mit „Prosit Neujahr“ begann, erzählte von der Zeit, die läuft und läuft, der man nicht entrinnt, aber auch davon, dass man sich nicht unterkriegen lassen soll.
Den „Liäbenspatt“, also den Lebensweg, beleuchtete Heinrich Reckermann von der Geburt, von Schultagen, Lehrzeiten, Hochzeiten, Kindern, Enkeln und der Zeit im hohen Alter und schloss mit der Erkenntnis, pflück die Blumen, wenn sie blühen. Getrud Mussmann klärte die Zuhörer darüber auf, weshalb zwischen den Jahren, in der Zeit von Weihnachten bis Neujahr, in keinem Fall Wäsche gewaschen werden darf. Ein Verstoß gegen diese alte Regel bringt Pech fürs kommende Jahr, da in der genannten Zeit Geister und Seelen wandern. In Zeiten moderner Waschmaschine ist das allerdings wohl vergessen worden. Weniger trinken, mehr Zeit nehmen für sich und die Kinder, weniger Unglücke und einen klaren Kopf behalten, waren Vorsätze, die Hermann Kövener aus einem Buch von Hannes Demming vortrug. Was mit „multern“ gemeint war, der Begriff beschreibt die Naturalabgabe eines Anteils des zu mahlenden Korns an den Müller, erklärte er auch und hatte dazu eine amüsante Geschichte parat. Vor der Pause gab es nochmals Musik, begleitet von Werner Kövener wurde über „Dicke Miälke, Dubbelkorn, Liäwerwurst und Schinken“ gesungen. In der Pause wurden die Gäste wieder von den Organisatoren mit Glühwein, Getränken und Spekulatius versorgt.
„Als die Römer frech geworden“ natürlich in Plattdeutsch von Heiner Eikelmann gesungen, von den anderen Akteuren und Akkordeonmusik begleitet, brachte spezielle Münsterländer Aspekte ins damalige Geschehen. Kriegszeiten 1942 und der Tausch einer Jadebrosche der Mutter gegen eine Puppe für die Tochter, machten nachdenklich. Anni Preckel konnte dies gut vermitteln. Viele weitere Geschichten schlossen sich an. Woher kommen die Münsterländer? Die in der Hose versteckte Pfeife bei der Hochzeit in der Kirche, Fritzchen und der Rosenkranz, weshalb Ferkel Knöpfe von der Weste fressen, da gab es viel zu lachen. Ob der Zahnarzt besser lügen kann als Vater Klüngelkamp? Auch darauf gab es eine Antwort. Zum Schluss hieß es dann nach der Melodie von „Ade zur guten Nacht“ leider „wi mött nu goahen“. Das dauerte bei einigen Besuchern zwar noch etwas, aber zufrieden mit dem Abend waren nicht nur sie, sondern auch diejenigen, die für Unterhaltung und Organisation gesorgt haben. Der nächste Plattdeutsche Abend, dann auch mit den „Biäwersängern“, findet am Mittwoch, 04.02.2015, statt.


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