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Innenansicht der katholische Pfarrkirche
Innenansicht der katholischen Pfarrkirche vor dem Umbau während einer Trauung.
Bild: Heinz Lüning
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Lob aus Telgte - Internationaler Tag der Muttersprache 21.02.2014

Am heutigen Tag der Muttersprache sprach unser Redaktionsmitglied Andreas Große Hüttmann mit dem gebürtigen Telgter Dr. Heinz Stratmann als anerkannter Experte des Münsterländer Platt.
Herr Dr. Stratmann, wie sind Sie persönlich zur Plattdeutschen Sprache gekommen?
Dr. Heinz Stratmann: Jede Sprache lernen wir am besten durch das Erleben. So war es auch bei mir. Wenn ich als Kind mit dem Bollerwagen zum Garten fuhr und Opa das Gartentörchen hinter sich schloss, waren wir in einem anderen Land, in dem man nur Plattdeutsch sprach - auch über die Hecke hinweg. Ich bin sozusagen bilingual aufgewachsen und wie man heute sagt, native speaker des Münsterländer Platt.
Was ist das Besondere am Plattdeutschen?
Stratmann: Das Plattdeutsche ist eine eigene Sprache, kein Dialekt, wie das Rheinische. Das Besondere liegt in den farbigen, aussagekräftigen und anschaulichen Wörtern. Es ist eine ehrliche, direkte Sprache, mit der man klar, manchmal grob sagen kann, was man denkt, ohne den anderen zu beleidigen. Es ist eine "Charaktersprache".
Ist das Plattdeutsche wieder im Kommen oder stirbt es langsam aus?
Stratmann: Plattdeutsch ist heute für die jüngere Generation eine Fremdsprache, keine Muttersprache. Wissenschaftler geben dieser Heimatsprache im Münsterland noch etwa 30 Jahre bevor sie ganz verschwindet.
Was muss Ihrer Meinung nach getan werden, um langfristig den Erhalt sicherzustellen?
Stratmann: Plattdeutsch braucht, um überleben zu können, eine breite Öffentlichkeit und Anerkennung. Kleine Gesprächskreise und Sprachkurse für Bildungsbürger helfen kaum. Die norddeutschen Bundesländer haben Plattdeutsch als Pflichtfach in der Grundschule wieder eingeführt. Gute Beispiele im Überlebenskampf sind der Heimatverein Ostbevern und die Niederdeutsche Bühne Münster.



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