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Innenansicht der katholische Pfarrkirche
Innenansicht der katholischen Pfarrkirche vor dem Umbau während einer Trauung.
Bild: Heinz Lüning
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Archiv-Berichte

"95 Pfennig Tagesgeld für Postboten" - Postgeschichte(n) 14.07.2013

Gezeigt wurde auch der älteste bekannte in Ostbevern abgestempelte, frankierte Brief aus dem Jahre 1850 im Original der im Rahmen der Ausstellung "925 Jahre Ostbevern Ereignisse, Schlaglichter" in einer der Vitrinen ausgestellt ist. Weiter ging es um Fingerhutstempel und Kastenstempel, die in der seit 1812 in Ostbevern ansässigen Poststelle irgendwann verwendet worden waren. Der erste Postmeister in Ostbevern, Franz Evens, war auch für die Pferdewechselstation zuständig. Schon 1810, damals gehörte Ostbevern zum Kaiserreich Frankreich, verkehrte täglich die Mallepost, ein zweirädriger Postwagen, auf der Route Paris, Wesel, Hamburg, die durch Ostbevern führte. Zuvor, im Jahre 1751 hatte es noch keine tägliche Postzustellung gegeben. In einer Unterlage, die Werner Schubert zitierte, hieß es in der damaligen Sprache "Ostbevern hat keinen eigenen Botten, sondern es werden die Brieffe durch Kramer Ollers, auf der Salzstraße wohnhaft, bestellet".
Offenbar war die Arbeit des Posthalters nicht sehr begehrt, denn 1830 fand der Amtsbürgermeister Nacke niemanden, der die Aufgabe übernehmen wollte. Er selbst wurde dann auch als Posthalter tätig, aber 1856 "wegen seiner unordentlichen Lebensweise und Dienstvernachlässigung" aus beiden Ämtern entlassen. Von 1840 bis 1876 führte dann Eduard Mathias Aloysius Evens die Postexpedition Ostbevern, damals wurde auch die "Landbriefträgeranstalt" Ostbevern eingerichtet, diese Briefträger stellten zunächst zweimal je Woche und ab 1856 an sechs Wochentagen die Post zu. Die Wegstrecken wurden täglich zu Fuß gegangen und waren bis zu 34 Kilometer lang. Bis 1856 trabten täglich Postpferde durch Ostbevern, dann erfolgte, nach Eröffnung der Bahnstrecke Münster-Rheine bzw. Rheine-Osnabrück, die Beförderung der Post mit der Bahn.
Aus dem Jahr 1898 gab es eine Unterlagen, nach der ein "als nicht ständiger Posthülfsbote" angestellter Landbriefträger für seine Dienst 95 Pfennig Tagesgeld erhielt. Viele heute kaum denkbare Anekdoten rundeten das Bild, was Werner Schubert aufzeigte, ab. Das der Betreiber der Postagentur in 1896 nach einem Einbruch den Schaden selbst zahlen musste, wegen mangelnder Sorgfalt bei der Sicherung des Posteigentums, war eine Episoden. Auch die Polizei wurde in 1899 bemüht, als der damalige Posthalter die Dienstmöbel nicht herausgeben wollte.
Nach mehr als einer Stunde, vielen Fragen und ebenso vielen sachkundigen Antworten, war der informative Nachmittag im Heimathaus dann zu Ende.

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