HEIMATVEREIN
OSTBEVERN e.V.
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Innenansicht der katholische Pfarrkirche
Innenansicht der katholischen Pfarrkirche vor dem Umbau während einer Trauung.
Bild: Heinz Lüning
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"Markenweistum Ostbevern" von 1339 regelt Flächennutzung

Ausstellung Heimathaus 925-Jahr-Feier Die Regeln waren Anfangs des 14. Jahrhunderts genau festgelegt: Wie im „Markenweistum Ostbevern“, nach Auskunft des Heimatvereins einer der ältesten Urkunden in deutscher Sprache, nachzulesen ist, gab es unter anderem Aufstellungen darüber, wer wann welche Bäume schlagen und wie viel Vieh in den Wald getrieben werden durfte.

Wer darf wann welche Bäume schlagen? Wie viel Vieh darf in den Wald getrieben werden? – Wer glaubt, solche und andere Dinge wären erst in der Neuzeit streng geregelt und schriftlich festgehalten worden, der liegt falsch. Wie die Verantwortlichen beim Heimatverein herausgefunden haben, war das schon Anfang des 14. Jahrhunderts klar festgelegt.
„Als eine der ältesten Urkunden in deutscher Sprache hat diejenige über das ,Markenweistum Ostbevern’ eine herausragende Bedeutung“, heißt es in einer Mitteilung. Damals habe der Ort aus einem Kirchdorf bestanden, in dem es die sogenannten „Brinksetter“ gegeben habe, die Landwirtschaft betrieben. Darüber hinaus seien kleine Handwerksbetriebe im Ort angesiedelt gewesen Im Umfeld hätten sich kleinere und größere Höfe befunden. „Besondere Bedeutung hatten damals die Adelshöfe Bevern, Pröpsting, Halstenbeck, Ribbering“, so der Heimatverein.
Um den Ort herum habe es ausgedehnte Waldflächen gegeben. Diese, die sogenannte „Mark“, seien gemeinschaftlich genutzter Besitz gewesen, für die es eine „Hieb- und Triftberechtigung“ gegeben habe. Sie habe das Holzschlagen und den Eintrieb von Vieh geregelt.
„Diese Berechtigungen galten zunächst nur für die Höfe, die im Markgebiet lagen, nicht für die Bewohner des Ortes“, so die Experten. Im „Markenweistum“ seien die Regeln für die Nutzung der Mark in 22 detaillierten Paragrafen in althochdeutsch, aufgeschrieben. Über die Einhaltung der Vorschriften habe als oberster Gerichtsherr, der Besitzer von Burg Bevern gewacht. Für die Aufsicht in der Mark seien eidlich verpflichtete Helfer, die „Scharmannen“, an festgelegten Wochentagen zuständig gewesen. „Auch wenn man nicht von einer genossenschaftlichen Nutzung der Mark ausgehen darf, so stellt doch das Ostbeverner Markenweistum klare Regeln für Nachhaltigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Schutz der Natur und moderates Wachstum auf. Erst mit der Teilung der Mark, die am 29. Dezember 1840 abgeschlossen ist und bei der die Flächen den ehemaligen Markgenossen direkt zugeteilt werden, endet die Geltungsdauer des „Markenweistums Ostbevern.“
► Die Urkunde und vieles mehr aus der Historie der Bevergemeinde ist im Rahmen der Ausstellung „925 Jahre Ostbevern – Ereignisse und Schlaglichter“ zu sehen. Geöffnet ist sie sonntags von 14.30 bis 17 Uhr im Heimathaus.



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