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OSTBEVERN e.V.
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Innenansicht der katholische Pfarrkirche
Innenansicht der katholischen Pfarrkirche vor dem Umbau während einer Trauung.
Bild: Heinz Lüning
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Archiv-Berichte

Der Historie auf der Spur

WN-Serie 925 Jahre Ostbevern Die Geschichte der Bevergemeinde interessiert viele Menschen. Das zeigt sich auch an dem Interesse an einer Ausstellung, die Werner Schubert vom Heimatverein mit Hilfe von Alfred Stiller und anderen konzipiert hat (WN berichteten). Die Westfälischen Nachrichten haben sich die Exponate im Heimathaus einmal genauer angeschaut und sich mit Hilfe der Organisatoren selbst ein Bild von der Historie gemacht.
„925 Jahre Ostbevern: Ereignisse und Schlaglichter“ ist die Schau überschrieben, die zu einem gedanklichen Spaziergang durch die Zeit einlädt. Zunächst wird die Vor- und Frühgeschichte unter die Lupe genommen.
„Wenn wir uns mit der Epoche beschäftigen, die lange vor der Ersterwähnung Ostbeverns im Jahre 1088 liegt, können wir uns nur auf der Basis von Fundstücken und archäologischen Untersuchungen ein ungefähres Bild machen“, sagt Alfred Stiller. Nachweisbar seien im heutigen Gemeindegebiet erste Besiedelungsspurten um 3 000 vor Christus, „also in der jüngeren Steinzeit“.
Bekannt so der Geschichtskundler, seien vielen Menschen in der Zeit der „Trichterbecherkultur“ geschaffene Großsteingräber, auch Hünengräber genannt. Auch in Ostbevern könne ein solches Grab an der von Haus Bevern nach Vinnenberg gelegenen Straße bestanden haben. „Leider gibt es davon heute nichts mehr zu sehen“, so Stiller. Vorhanden seien aber noch Steinbeile und Steinäxte, aus Stein hergestellte Messer und Pfeilspitzen. „Diese Werkzeuge deuten alle darauf hin, dass die damals hier Lebenden schon ausgezeichnete handwerkliche Fähigkeiten hatten“, glaubt der Fachmann.
Vier Mahlsteine sind im Heimathaus zu sehen. Nicht rund und bearbeitet, sondern aus Findlingen und durch Gebrauch geglättet oder mit Vertiefung versehenen. „Sie zeigen, dass hier ein Ackerbauer sesshaft geworden ist und vorhandenen Materialien genutzt hat“, erklärt Alfred Stiller. Wie mühsam es sei, damit Getreidekörner zu mahlen, hätten schon viele Schulklassen im Heimathaus erlebt.
In der Ausstellung sind auch sogenannte aus Ton gefertigte Spinnwirtel zu sehen, die als Schwungscheiben auf Handspindeln genutzt wurden. „Sie zeigen, dass die jetzt sesshaften Menschen Erzeugnisse aus der Viehhaltung nutzten. Diese Stücke stammen aus der Zeit um etwa 900 nach Christus“, verdeutlicht Stiller.
In mehreren archäologischen Ausgrabungen, unter anderem 1937 und 1980-82 wurden in Ostbevern Siedlungsspuren, Pfostenspuren von Häusern und Gräberfelder entdeckt. Einen besonderen Fund machten die Experten 1982. Damals wurden bei einer großräumigen Ausgrabung in der Bauerschaft Schirl zwei mit den Öffnungen zusammengefügte, unversehrte Tongefäße geborgen. „Bei Untersuchungen stellte sich heraus, dass die Tongefäße als Sarg für ein neugeborenes Kind dienten. Dieser Fund ist heute im Westfälischen Landesmuseum für Archäologie in Münster untergebracht“, berichtet Stiller.
Im Ostbeverner Heimathaus sind in einem neu angeschafften Glaskubus eine alte, aus Bruchstücken zusammengefügte Urne und ein Gehörn zu sehen, welches von einem Auerochsen stammt.
Wie schon die Stippvisite zeigt, hat die Ausstellung im Heimathaus vieles zu bieten. Zeitgeschichtlich Interessierte können auch an den kommenden Sonntagen jeweils von 14.30 bis 17 Uhr einen Blick in die Vergangenheit der Bevergemeinde werfen.



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