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Innenansicht der katholische Pfarrkirche
Innenansicht der katholischen Pfarrkirche vor dem Umbau während einer Trauung.
Bild: Heinz Lüning
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"Platt war nicht salonfähig" - Geschwister Kövener haben sich der westfälischen Mundart verschrieben

Geschwister Kövener und das Plattdeutsch Bei den Plattdeutschen Abenden, zu denen der Heimatverein in der dunklen Jahreszeit regelmäßig einlädt, trifft man drei Geschwister unter den Akteuren regelmäßig an. Hermann Kövener, sein Bruder Werner Kövener sowie die Schwester Gerda Käuper bereichern die Veranstaltung jedes Mal mit niederdeutschen Vorträgen und musikalischen Beiträgen.
Die Geschwister stellten früh fest, dass es kaum adventliche Lieder in der plattdeutschen Sprache gibt. Gerda Käuper schrieb daher schon vor 22 Jahren das Stück „Wiehnacht“, das von ihrem Bruder mittlerweile vertont und professionell auf CD festgehalten wurde.
Doch die Zuneigung der drei zur hiesigen Mundart war nicht immer so groß. Viele Jahre trat sie in den Hintergrund. Bei einem Treffen erinnerten sich Köveners an die Zeit, als das Plattdeutsche für sie an Bedeutung gewann. Dabei kamen bei den Dreien auch viele Erinnerungen an frühere Weihnachtsfeste auf. In die Wiege gelegt wurde den Köveners der Dialekt nicht. Die Mutter kam aus Gelsenkirchen, der Vater war gebürtiger Ostbeverner. Doch zu Hause wurde in erster Linie hochdeutsch gesprochen, wie sich die Geschwister erinnern. „Platt war früher eine Bauernsprache“, so Hermann Kövener. Die Landwirtschaft hatte eine eher untergeordnete Bedeutung. „Darum war Plattdeutsch nicht salonfähig.“ Vor allem in der Jugendzeit habe man sich lieber „gehobener“ ausgedrückt. Doch der Vater sprach gerne im Dialekt, wie sich die Geschwister im Hinblick auf die Weihnachtsfeiertage erinnern. Wenn am Heiligen Abend die Tenne geschrubbt, die Kühe gestriegelt und die Rüben für das Vieh gezogen wurden, stimmte Vater Kövener dabei gerne weihnachtliche Lieder an. Und erst, wenn alle Arbeit erledigt war, wurde der Baum geschmückt. „Die Spannung auf die Geschenke wurde dann unerträglich“, schmunzelte Hermann Kövener in Gedanken an frühere Zeiten. Damals hätten die Gaben auch einen sehr hohen Stellenwert gehabt. Den haben die Geschenke, die die Kinder Kövener bekamen, dazu gehört auch der Bruder Hubert Kövener, noch heute. Während Hermann Kövener noch den Technikbaukasten samt Bauanleitung hat, pflegt Werner Kövener sein „Trekkebühl“, das er in den 60er Jahren von den Eltern geschenkt bekam. Gerda Käuper kann sich an ein Akkordeon erinnern, das für sie unter dem Baum stand. „Damals ließen wir uns einfach überraschen“, so die Ostbevernerin. Der Vater sei handwerklich sehr begabt und einfallsreich gewesen und fertigte so manches gewünschte Spielzeug selber an. Wenn die Großeltern aus Gelsenkirchen an Weihnachten zu Besuch kamen, brachten diese nicht nur Geschenke mit. Die vier Kinder der Familie Kövener bekamen dann auch einen Eindruck des Gelsenkirchener Dialekts. „Vor allem, wenn es lustig wurde, hat man dann platt gesprochen“, erinnert sich Hermann Kövener. Mit dem Erwachsenenalter bekam das hiesige Niederdeutsch eine immer größere Bedeutung für die Geschwister Kövener. Während Hermann als Organisator der Plattdeutschen Abende tätig ist, neben seiner Berufstätigkeit auch „Platt“ – Kurse an der örtlichen Volkshochschule leitet und an Lesungen teilnimmt, geht die Neigung seiner Geschwister eher zur künstlerischen Umsetzung der Mundart. Werner Kövener stimmt gerne gesanglich, sich selbst auf der Gitarre begleitend, plattdeutsches Liedgut an, während seine Schwester Gerda sich in zum Teil sehr persönlichen Gedichten und Liedern ausdrückt. Neben den Texten komponiert sie auch die Melodien.
Bei den nächsten plattdeutschen Abenden können sich die Besucher davon überzeugen, wie gut sich die Geschwister Kövener dort ergänzen. Wenn Hermann Kövener die Gedichte und Lieder ankündigt, kann es gut sein, das eines seiner Schwester dabei ist. Und Werner Kövener begleitet das „heimische“ Werk mit der Gitarre.


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