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Innenansicht der katholische Pfarrkirche
Innenansicht der katholischen Pfarrkirche vor dem Umbau während einer Trauung.
Bild: Heinz Lüning
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Musikalischer Plattdeutscher Abend, 07.11.2012

Musikalischer Plattdeutscher Abend, 07.11.2012 Das Kaminfeuer im Heimathaus loderte, die Tische waren geschmückt, Glühweinduft lag in der Luft. Alles war für den ersten Plattdeutschen Abend der Wintersaison, zu dem etwa 40 Besucher gekommen waren, perfekt vorbereitet. Da fehlte nur noch das „Kingeling“ des Glöckchens, mit dem Hermann Kövener, wie immer, die Aufmerksamkeit der Zuhörer auf sich zog. Nach seiner Begrüßung stellte er die Frage, seit wann es denn die Plattdeutschen Abende gäbe? Dies konnte Anni Preckel genau beantworten, seit 2002 im Heimathaus, zunächst im kleinen Kreis am Kaminfeuer und dann seit Jahren auf der Tenne des Heimathauses. Zuvor, schon vor fast 20 Jahren, hatten sich Interessierte im Pfarrheim, noch ohne Einbindung des Heimatvereins, zu Vorträgen getroffen.
Hermann Kövener informierte im ersten Beitrag zunächst über den Begriff „Allerheiligen“ und stellte dann alle Heiligen, mit ihren „Aufgabenstellungen“, sei es für Brückenangelegenheiten, für Jagd, Feuerwehr oder Reiterei, vor. Heiner Eickelmann schaffte mit einem Beitrag über das Reden der plattdeutschen Sprache und das Singen, einen Übergang für den nächsten Programmpunkt. Die „Biäwersänger“, der Plattdeutsche Männerchor des Heimatvereins unter Leitung von Roland Rösing, standen schon bereit. Mit insgesamt sechs Liedern, spannten sie einen bunten Reigen von interessanten und lustigen Beiträgen. Ob es bei „Hannes und Greitken“ beim nächtlichen Besuch mit einer Leiter am Schlafzimmerfenster wirklich so zugegangen war, ist allerdings unbekannt. Der Hut von Hannes, der schon vieles erlebt hatte und dementsprechend aussah, wurde im nächsten Lied besungen; dann durften alle mitmachen und das Lied „von Herrn Pastor sin Koh“, bei dem Günther Lohmann als Solist auftrat, mitsingen. Dem alten Münsterländer schmeckte bis zuletzt der Korn und der Speck, und mit „Staut an“ wurde noch ein Trinklied präsentiert, bevor sich die Sänger mit „Ju Lüe all, dat Leed ist ut“ verabschiedeten. Roland Rösing trug danach spontan noch eine Episode zur plattdeutschen Sprache, die auch im Himmel verstanden wird und die aus dem Emsland stammte, vor. Sein weiterer Beitrag aus der Feder von Augustin Wibbelt, dessen 150. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wurde, handelte von einer Schnecke, „de Sniegel“, die sich bei schönem Wetter mit ihrem Haus auf Tour begibt. Weiter berichtete Roland Rösing von einem sehr kämpferischen Hahn, der die neun schneeweißen Hühner eines Bauern vor dem räuberischen Fuchs schützte und von einem Zecher, der in Begleitung seines Hundes irgendwann sehr spät in den Straßengraben stürzt.
Nach der Pause, startete das Trio, Heiner Eickelmann, Hermann Kövener und Werner Kövener, der auf der Gitarre begleitete, mit einem eigenen Lied. Hier war das Fazit, sei vergnügt und freu‘ dich und wenn’s dich juckt, dann kratz dich. Das hörte sich in Platt viel interessanter an und man konnte den Vortragenden ansehen, dass auch ihnen die Sache sichtlich Spaß machte. Alle Anwesenden sangen hier mit und beim folgenden Gedicht, natürlich einem der bekanntesten Werke von Augustin Wibbelt, dem „Pöggsken“, konnten fast alle auswendig mitsprechen. Ein Stück von Ottilie Baranowsk, bei der eine Fliege, als nicht eingeladener Besucher, zuletzt im Weinglas landet, hatte Hermann Kövener noch parat. Weitere Beiträge über das Beichten beim Herrn Pastor und das preisgünstige Bäume stehlen, den „Kappskopp“, einem Weißkohlkopf, der als Modell für die Anprobe des Hutes genutzt wird, über Halloween, einer nicht immer Sinn machenden Angelegenheit, gaben Hermann Kövener und Heiner Eickelmann noch zum Besten. Das Lied über die Mücke Fiene, die trotz Widrigkeiten an das Blut vom schlafenden Jans kommt, wurde auch noch einmal, wieder begleitet von Werner Kövener, von allen zusammen gesungen. Dann gab es noch eine Premiere. Aus dem Film von 1956 „Der Mann der zuviel wußte“ mit Doris Day und James Stewart und der Melodie des Liedes „Que sera-sera“ hatten die drei Akteure einen Plattdeutschen Leckerbissen gemacht, der „Kruup ganz dicht bi mie..“ begann und mit der unmissverständlichen Aufforderung endete, das Schnarchen zu lassen. Nach dem Abschiedslied von Heiner Eickelmann waren dann eineinhalb kurzweilige Stunden vorbei und der Hinweis auf den nächsten Plattdeutschen Abend, am Mittwoch, 05.12.2012 um 19.30 Uhr, haben sich vermutlich alle Zuhörer notiert.


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