HEIMATVEREIN
OSTBEVERN e.V.
Darstellung beeinflussen
Schriftgröße: [ kleiner ] . [ normal ] . [ größer ] .
  
Innenansicht der katholische Pfarrkirche
Innenansicht der katholischen Pfarrkirche vor dem Umbau während einer Trauung.
Bild: Heinz Lüning
Hauptnavigation Startseite. Heimatverein. Geschichte Ostbeverns. Bildergalerien. Termine. Presseberichte. Archiv. Login.
Seiteninhalt

Archiv-Berichte

Schnatgang, Sonntag 03.10.2012 - Grenzen zu Telgte-Westbevern geprüft

Schnatgang 2012 Von Anne Reinker, Westfälische Nachrichten 05.10.2012

Schnatgänge haben eine lange Tradition. Der wiederbelebte jahrhundertealte Brauch diente der Überprüfung der Grenzmarkierungen. Dabei ist das Wort „Schnat” zurückzuführen auf die Bezeichnung „Schneise”. Dienten früher Bäche, Gräben oder Baumanordnungen als natürliche Grenzen, gaben diese auch Anlass zu so mancher Streitigkeit über angebliche oder wirkliche Grenzverschiebungen.
Die Schnatgänge halfen damals, die Markierungen zu kontrollieren. Heute werden diese Wanderungen gerne zum Anlass genommen, sich über die dortigen Gegebenheiten und deren Historie zu informieren und an die Grenzüberprüfungen zu erinnern.
Im Kalender des Heimatvereins hat diese Veranstaltung einen festen Platz. Seit vielen Jahren wird der Tag der Deutschen Einheit dafür genutzt. Trotz des anfänglichen Regenwetters beteiligten sich am Mittwoch über 40 Bürger an der Wanderung, die auf dem Hof von Bernhard Everwin ihren Anfang nahm. Geführt von Erich Harenbrock ging es für die Schnatgänger in Richtung Bever, wo an die Burg Halstenbeck erinnert wurde. Der Heimatkundler erläuterte die damalige Turmhügelburg, die im 14. Jahrhundert vom Fürstbischof von Münster im Streit mit dem Tecklenburger Grafen zerstört wurde. Die Sage vom „Lüfferken von Halstenbecke”, die durch die dortigen Wälder spuken soll, gab Harenbrock an seine interessierten Zuhörer weiter.
Nach einem Gang durch unwegsames Gelände wurde auf dem Hof von Bernhard Schulze Osthoff Rast bei Kaffee und Kuchen eingelegt. Über den Hof, der erstmals 1339 erwähnt wurde, wie auch über die alte Mühle an der Bever berichtete der Hofherr. Die Geschichte der Bauten brachte Alfons Große Stetzkamp vom Telgter Heimatverein den Schnatgängern näher. So habe der Hof früher gerichtlich zu Ostbevern gehört, im Kommunal- und Pfarrverband jedoch zu Westbevern. Erst 1829 erfolgte laut Große Stetzkamps Erzählungen die endgültige Grenzregelung zwischen den beiden Bevergemeinden, die bis heute Bestand hat und auch bei der kommunalen Neuordnung 1975 berücksichtigt wurde.
Die Eiche, die traditionsgemäß bei jedem Schnatgang in der Bevergemeinde gepflanzt wird, fand im Anschluss ihren Platz in der Kortenbrede. Der dazugehörige Grenzstein, der von den Verantwortlichen dabei gesetzt wurde, soll mit seiner Inschrift an den Schnatgang erinnern. Weiter an der Grenze zur Nachbargemeinde ging es für die Wanderer durch die Bauerschaft Lehmbrock. Mit einem Abendimbiss wurde auf dem Hof von Ambrosius Schulze Hobeling der wissensreiche Ausflug beendet.


« zurück zum Presse- und Bericht-Archiv


 


  nach oben  
 
Öffentliches Lesezeichen bei Mr. Wong Öffentliches Lesezeichen bei Linksilo Öffentliches Lesezeichen bei Icio Öffentliches Lesezeichen bei Oneview Öffentliches Lesezeichen bei Linkarena Öffentliches Lesezeichen bei Del.icio.us Öffentliches Lesezeichen bei Seekxl Öffentliches Lesezeichen bei Newskick Öffentliches Lesezeichen bei Technorati Öffentliches Lesezeichen bei Yigg Öffentliches Lesezeichen bei Digg Öffentliches Lesezeichen bei Google Öffentliches Lesezeichen bei Reddit Öffentliches Lesezeichen bei Simpy Öffentliches Lesezeichen bei Diigo Öffentliches Lesezeichen bei Furl Öffentliches Lesezeichen bei Yahoo Öffentliches Lesezeichen bei Spurl Öffentliches Lesezeichen bei Netscape Öffentliches Lesezeichen bei Blinklist Öffentliches Lesezeichen bei Blogmarks