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Innenansicht der katholische Pfarrkirche
Innenansicht der katholischen Pfarrkirche vor dem Umbau während einer Trauung.
Bild: Heinz Lüning
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150. Geburtstag Bischof Dr. Johannes Poggenburg am 12.05.2012 - Ausstellung

Ausstellung Bischof Poggenburg 150. Geburtstag Vor 150 Jahren wurde Johannes Poggenburg in Ostbevern geboren. Sein Geburtshaus am Lienener Damm ist das heutige Heimathaus, in dem auch ein Gedenkraum über sein Leben und sein Wirken, mit einigen persönlichen Gegenständen des Bischofs, eingerichtet ist. Johannes Poggenburg war von 1913 bis zu seinem Tode im Jahr 1933 Bischof von Münster. Sein Nachfolger als Bischof von Münster war Clemens August Graf von Galen.

Die Ehepaare Dr. Ruth und Walter Horstmann sowie Marianne und Heinrich Papenbrock betreuen seit Jahren die kleine Ausstellung im Heimathaus. Zum Geburtstagstermin sind ein Teil der Exponate, die bisher auch aus Platzgründen nicht gezeigt werden konnten, in Vitrinen auf dem Tennenraum des Hauses ausgestellt. Diese Ausstellung wird am 13.05.2012 um 14:30 Uhr eröffnet, Herr Heinrich Papenbrock wird eine kurze Erläuterung zum Leben des Bischofs aus Ostbevern geben. Die Ausstellung ist an den darauf folgenden Sonntagen im Heimathaus in der Zeit von 14:30 bis 17:00 Uhr noch zu sehen.

Eine Familie Poggenburg, in alten Schatzungslisten von 1498 erstmals als „Poggenbroch“ erwähnt, gibt es demnach schon seit mehr als 500 Jahren. Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Vierständerfachwerkhaus am Lienener Damm erbaut, Bernhard Poggenburg und seine Ehefrau Anna Maria hatten neun Kinder, von denen vier bereits in den ersten 12 Lebensmonaten verstarben. Johannes Bernhard Poggenburg kam als achtes Kind der Familie am 12. Mai 1862 in Ostbevern zur Welt und wurde am 13. Mai 1862 in der St. Ambrosius-Kirche getauft.

Nach der Elementarschule in Ostbevern wurde er vom damaligen Kaplan Wedding wegen seines hervorragenden Talents, zusammen mit zwei weiteren begabten Schülern, auf den Besuch des Gymnasiums Paulinum in Münster vorbereitet. Dort machte er im Jahr 1885 „mit sehr gutem Erfolg“ sein Abitur. Danach studierte er in Münster Theologie und Philosophie, und wurde am 15. Juni 1889 zum Priester geweiht.

Zunächst war er dann als Kaplan in Bocholt tätig, einer Stadt, die durch die beginnende Industrialisierung der Textilverarbeitung geprägt war. Im dortigen Gesellenverein der Kolpingfamilie engagierte er sich besonders. Basis für seine soziale und pastorale Bildungsarbeit war die Sozialenzyklika von Papst Leo XIII. Von 1898 bis 1906 war er Pfarrrektor in Duisburg-Untermeiderich. Wegen seiner großen Erfolge in der Jugendarbeit an diesen beiden Einsatzorten wurde er dann 1902 Diözesanpräses der Jugendvereine.

Der Münsteraner Bischof Felix von Hartmann ernannte ihn 1911 zum Generalvikar und berief ihn ins Domkapitel. Johannes Poggenburg wurde am 07. Mai 1913 zum Bischof von Münster gewählt, und am 16. Oktober des Jahres erfolgte die Amtseinführung. In den Unterlagen des Bistums Münster ist verzeichnet, dass sein Wahlspruch „Crux Christi nostra Salus – Das Kreuz Christi ist unser Heil“ gelautet hat.

Wenige Monate nach seiner Amtszeit begann der Erste Weltkrieg. Der beliebte Volksbischof zeigte großes Mitgefühl mit den vom Krieg betroffenen Menschen und bemühte sich, wie sein Vorgänger, um den Aufbau der Pfarrstrukturen sowie um das katholische Vereinsleben.

In den Bistumsunterlagen ist weiter verzeichnet, dass der Bischof auf seinen Firmungsreisen, diese erfolgten noch in einer vierspännigen Kutsche, oft von vielen Kindern, Radfahrern und Reitern begleitet worden ist. Die katholische Bevölkerung am Niederrhein, in Oldenburg und im Münsterland verehrte ihn als Wohltäter der Armen, da er während der Wirtschaftskrise vielfach zu Hilfsaktionen aufgerufen hatte. Aus Hirtenbriefen der 1930er Jahre ist bekannt, dass er „das Almosengeben nicht nur als Rat, sondern als gebieterische Pflicht“ ansah. Im Jahr 1930 verlieh ihm Papst Pius XI den Ehrentitel des Erzbischofs von Nicopsis. Als diese Ehrung auf dem Katholikentag in Münster, den damals mehr als 100.000 Menschen besuchten, bekannt gegeben wurde, „brauste begeisterter Jubel auf“, und auch im ganzen Bistum „freute sich das katholische Volk für ihn und mit ihm“ (Domprediger Dr. Donders).

In der Amtszeit von Bischof Dr. Johannes Poggenburg gab es viele weitreichende kirchpolitische Änderungen, z.B. die Wiedereinrichtung des Bistums Aachen und die Erhebung des Bistums Paderborn zum Erzbistum.

Bischof Dr. Johannes Poggenburg starb am 05. Januar 1933 in Münster. Sein Nachfolger war Bischof Clemens August Graf von Galen.

In Ostbevern erinnern an den Bischof noch die nach ihm benannte Straße, eine Gedenkplatte in der kleinen Kapelle am Lienener Damm in Höhe des Hofes Poggenburg und der schon erwähnte Gedenkraum im Heimathaus, seinem Geburtshaus, an ihn.

Zum Besuch der Ausstellung am Sonntag lädt der Heimatverein alle Interessierten herzlich ein.


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