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Innenansicht der katholische Pfarrkirche
Innenansicht der katholischen Pfarrkirche vor dem Umbau während einer Trauung.
Bild: Heinz Lüning
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Archiv-Berichte

"Wat is datt een schurig Wiär" - Plattdeutscher Abend, 01. Februar 2012

Winterliche Minusgrade, knackige Kälte, das ist bei der derzeitigen Kältewelle ein Gesprächsstoff für viele Leute. Der Winter war auch beherrschendes Thema bei den Vorträgen am Plattdeutschen Abend. Trotz der Kälte hatten sich 35 Zuhörer eingefunden, Kaminfeuer, Kerzen und schon frühlingshafte Dekoration mit Luftschlangen, von Angelika Schulze Hagen hergerichtet, lenkten ein wenig von der Kälte ab. Glühwein, Plätzchen und Eiserkuchen, auch Neujahrskuchen genannt und von Thea Rotthowe wieder einmal selbst gebacken, sorgten für zufriedene Zuhörer. Mit „Guoden Aobend leiwe Lüe“ begrüßte Hermann Kövener, wie immer, die Zuhörer. Das erste gemeinsam gesungene und von Werner Kövener auf der Gitarre begleitete „Schneeflöcksken, witt Röksken“ war kaum verklungen, als Hermann Kövener über den Schnee von gestern berichtete. Hier ging es um alte Bauernregeln zu Wettervoraussagen, aber auch um den Schneewalzer. Die gute alte Zeit, die Heiner Eickelmann dann präsentierte, war zwar noch völlig frei von Ersatzmargarine und Atomkraftwerken, aber elektrisches Licht und Schutzimpfungen gab es auch nicht. Einige Episoden aus dem dörflichen Leben von Polizei und Feuerwehr hörten sich allerdings so an, als ob damals einiges einfacher gewesen wäre. Der Februar, der bis ins 16. Jahrhundert noch nach dem germanischen Begriff „Hornung“ benannt war und der mit seinen 28 oder 29 Tagen als „der zu kurz gekommene“ Monat, gegenüber den anderen Monaten bezeichnet war, von dem erzählte Hermann Kövener ausführlich. Die Lacher auf ihrer Seite hatte dann Hildegard Wegmann, bei der lustigen Reise von Oma und Opa nach Münster, bei der viele Missverständnisse dazu führten, dass sie auf Socken durch die Provinzhauptstadt liefen. Das Fazit der Reisenden war dann, „ fahr bloß nicht nach Münster“. Besinnlich und nachdenklich war der Vortrag von Gerda Käuper, die von Opa Feldhues, einem alten Schmied, berichtete, der sich sträubte seine Einwilligung zur Betriebserweiterung zu geben, weil dann eine alte Linde gefällt werden musste. Seine schwerkranke Enkelin, sah das völlig anders, weil eben dieser Baum ihr den Blick zum Kirchturm, auf Schwalben und die Sonne und den Mond vom Schlafzimmerfenster aus unmöglich machte. Das stimmte dann den alten Schmied doch um. Ein Hahn mit Gips Fuß der in die Psychiatrie flattert, kann einem schnell zur Einlieferung in die Einrichtung bringen, wenn man ihn mit „Putt, putt“ lockt und sagt, was man wirklich sucht. Dieser lustige Beitrag von Hildegard Wegmann sorgte noch einmal für viel Gelächter.
Nach der Pause ging es mit dem Lied über die „Mücke Fine“, welches gemeinsam gesungen und wieder von Werner Kövener begleitet wurde, ebenfalls spaßig zu. Jan, der in seinem Schlafzimmer Jagd auf den Störenfried machte, verlor eine Menge Blut und die Mücke saß danach glücklich und vollgesaugt auf der Gardinenstange. Der Seniorenausflug zu einem alteingesessenen Kloster, in dem die Ordensbrüder als Selbstversorger auch ihr eigenes Bier herstellten, Heiner Eickelmann konnte das anschaulich darstellen. Bruder Sebastian, der wie ein lebendiges Bierfass aussah, sowie Bruder Valentin, dem eine Mädchengruppe aus Köln beim Mittagsschlaf die Zehennägel rot lackierte, schienen sich plötzlich im Heimathaus aufzuhalten. Weitere Geschichten von der Schiffsreise nach Helgoland, dem kranken Tenor eines Gesangvereins und dem kleinen Häwelmann, der wie viele Menschen immer mehr, mehr und noch mehr will, folgten. Zum Schluss gab das Gesangstrio, Hermann Kövener, Werner Kövener und Heiner Eickelmann noch einmal eine musikalische Einlage, die nach einer bekannten Melodie „Seggt up Wiedersaihn“, lautete. Ein Wiedersehen mit den Akteuren ist am Mittwoch, 07. März 2012 um 19.30 Uhr möglich, darauf darf man sich schon freuen


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