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Innenansicht der katholische Pfarrkirche
Innenansicht der katholischen Pfarrkirche vor dem Umbau während einer Trauung.
Bild: Heinz Lüning
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Archiv-Berichte

Plattdeutscher Abend am 02.11.2011 mit neuen Akteuren

Plattdeutscher Abend November 2011 Novemberwetter war das eindeutig nicht, als die Besucher zum ersten Plattdeutschen Abend in der Wintersaison kamen, waren die Temperaturen eher spätsommerlich. Im Heimathaus zeigte sich dann mit der herbstlichen Dekoration schon ein anderes Bild, auch der Duft von Glühwein und Spritzgebäck stimmte die Besucher auf das Ende des Herbstes und den Beginn des Winters ein. Hermann Kövener begrüßte die 35 Gäste wie immer mit seinem „Guoden Aobend leiwe Lüe“ und informierte über einige Veränderungen, die sich bei den Akteuren der Veranstaltung ergeben haben. Sowohl Anni Preckel, als auch Heinrich Reckermann, die seit vielen Jahren die Plattdeutschen Abende mit gestaltet haben, werden künftig leider nicht mehr zur Verfügung stehen. Er bedankte sich ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren und die vielen interessanten Beiträge zu den Veranstaltungen. Heinrich Reckermann erhielt von Alfred Stiller ein bodenständiges, westfälisches Präsent. Korn, Mettwurst und Schwarzbrot passten nach seinen Worten sicherlich auch zu den oft deftigen und humorvollen Vorträgen von Heinrich Reckermann. Anni Preckel, die leider am Abend nicht dabei sein konnte, wird zu einem späteren Zeitpunkt verabschiedet werden.
Hermann Kövener hatte für den Abend seine Geschwister, Gerda Käuper und Werner Kövener als Mitwirkende gewinnen können, ebenfalls war Hildegard Wegmann dabei, alle haben schon bei früheren Veranstaltungen gezeigt, dass sie Musik und Vorträge auf Platt gut beherrschen. Neu dabei war Heiner Eickelmann, der an diesem Abend sein Debüt als Akteur der Plattdeutschen Vorträge gab.
Mit einem Lied von Hermann Kövener, Heiner Eickelmann und Gitarrenbegleitung von Werner Kövener ging es dann los, „Sie men vergnögt un frei di“ und der Reim endete in der Aufforderung und wenn es dich juckt, dann kratze dich. Hermann Kövener trug danach „Allerhilligen“ von Dieter Harhues vor, hier erzählte er vom Friedhofsbesuch und ließ dann alle Heiligen, St. Hubertus, den Patron der Jäger, St. Georg auf dem Pferd und St. Nepomuk auf tausenden von Brücken, nach und nach Revue passieren. Eine Geschichte vom Herbst mit den letzten Rosen, dem Altweibersommer, dessen Name vom „weben“ der Spinnen und nicht etwa von älteren Damen abgeleitet wird, einer Zeit voll Ruhe und Besinnlichkeit und Gedanken zum Leben und Sterben schloss sich sehr passend an. Beim Vortrag „Halloween“ ging es dann schon etwas kritischer zur Sache, Hermann Kövener ließ an „Süßes oder Saures“ und den Tam-Tam um die Kürbisfratzen kaum ein gutes Haar. Beim Erntedank und dem Sinn des christlichen Festes, sowie der Gestaltung in anderen Religionen, war dann schon wieder ein nachdenklich machendes Thema auf dem Programm. Ganz anders gestaltete Heiner Eickelmann seine Vorträge, er hatte sich von Hannes Demming und Bernhard Wallbaum drei Geschichten über Arztbesuche ausgesucht. Die Pointen waren absolut getroffen, denn wenn ein Ehemann im Schlaf dauernd spricht, kommt er wohl am Tag nicht zu Wort und wenn eine Ehefrau über Schmerzen in den Beinen, dem Rücken, dem Herzen, der Lunge, dem Kopf klagt, fehlt ihr eigentlich nichts, denn der Doktor kann nur feststellen, sie haben doch schon alles. Da gab es für die Zuhörer viel zu lachen. Gerda Käuper hatte sich ein anspruchsvolles und sehr gefühlvolles Thema ausgesucht, der Umgang mit dem Tod, das Sterben, das Verdrängen im täglichen Denken und auch die Freude am Leben, die wichtig ist, wenn man sich mit diesen Gedanken auseinander setzt. Bei Hildegard Wegmann wurde man dann Zeuge, wie alle Apostel in die Länder der Erde verschickt wurden und am Ende bei Petrus am Himmelstor doch überwiegend Leute aus Westfalen Zutritt erlangen. Eine lustige Episode von einer Heilung einer erkrankten Ziege und von einem voll ausgefüllten Tag mit Mistfahren, Verwandtenbesuch, Essen und Trinken, schloss sich dann an. Ganz aktuell zur Finanzkrise hatten Werner und Hermann Kövener, sowie Heiner Eickelmann, das Lied vom Euro, von Hannes Demming, herausgesucht, der Euro muss wandern, von einem zum andern und ist am Ende auch nicht besser als die alte Mark, lautete da die Schlussfolgerung.
Nach der Pause ging es dann mit einem gemeinsam gesungenen Lied „Wenn alle Pütts vull Water sind“ weiter im Vortragsreigen. Von Feuerwehrmann, einem schneidigen Burschen, der mit der Drehleiter nicht nur alte Damen, sondern auch die Zahnprothese rettet, von großen Jagdessen, mit lokalem Bezug und schlauen Bauern, die den Akademikern in der Jagdrunde am Ende doch das Spanferkel mit passenden Bibelsprüchen abluchsen, handelten andere Geschichten. Weshalb auf Köpfen keine Haare mehr wachsen, weil sich der Hut beim Denken bewegt und wieso die Mutter deshalb keinen Schnurbart hat, das war ein weiteres Rätsel. Vom „Hassebassen“, dem ruhelosen hektischen Tagesablauf, berichtete Gerda Käuper, bevor als Abschlusslied nach der Melodie von „Jambalaja“ gesungen wurde „Bäänd mäk alls met sien Trecker“. Der nächste Plattdeutsche Abend startet am Mittwoch, 07. Dezember, wieder um 19.30 Uhr und Hermann Kövener hofft dann eventuell noch weitere neue Akteure vorstellen zu können.


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