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Innenansicht der katholische Pfarrkirche
Innenansicht der katholischen Pfarrkirche vor dem Umbau während einer Trauung.
Bild: Heinz Lüning
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Grüße aus...Ostbevern vor über 100 Jahren - Alte Postkarten - Ausstellung im Heimathaus

Ansichtskarten von Ostbevern - über 100 Jahre alt Mallorca, Malediven, Juist – Grüße aus nah und fern hängen heute an Kühlschränken, Pinnwänden oder klemmen einfach hinter Spiegeln. Auch in Zeiten von Internet, SMS, MMS und E-Mails werden Kartengrüße noch immer verschickt. Kann man mit solchen Karten nicht auch Geschichte und Vergangenheit eines Ortes wie Ostbevern erläutern und anschaulich machen? Dieser Frage hat sich der Heimatverein Ostbevern gestellt. Werner Schubert präsentiert am Sonntag, 24. Juli 2011 ab 14.30 Uhr, im Heimathaus eine interessante Zusammenstellung von Karten, die zum Teil über 100 Jahre alt sind. Es gibt Ansichtskarten auf denen der alte Ortskern des Beverdorfes um 1900 abgebildet ist. Auch die Ambrosius-Kirche mit den früheren Erweiterungen von 1887, die nach dem Anbau der neuen Kirche im Jahre 1962 abgebrochen worden sind, können bestaunt werden. Natürlich gibt es Karten vom Schloss Loburg, dem alten Forsthaus von Haus Bevern und „Burghoffs-Mühle“, die seit 1844 in Betrieb war und nach der letzten Müllerfamilie im Volksmund so genannt wurde. Sie ist heute eher unter dem Begriff „Kocks-Mühle“ bekannt. Wenn man einen Blick auf die heutige Hauptstraße, die damalige Dorfstraße, werfen möchte, kein Problem. Dort kann man das frühere Amtshaus, das auch längst nicht mehr existiert, oder die frühere Mädchenschule sehen. Die alte Saxenrast ist abgebildet und das Hohmannsche Haus, einst Weberei, später Textilgeschäft Horstmann-Stadtmann und bis vor kurzem Schuhgeschäft Bäumer. Das stattliche Gebäude „Alte Post“, früher Reismann, dann Finke und heute Bergenroth, als Gastwirtschaft, Kolonialwarenladen, Bäckerei, zeitweise auch Poststelle und bäuerliche Genossenschaft genutzt, diese Bilder erzählen vieles. Wer kennt denn noch „Reismanns Pferdestall“ neben den Gebäuden Gaststätte Holtmann- Kramer und Bruns, die ja auch bald schon Geschichte sein werden. Alles zusammengenommen zeigt einen Blick in eine Dorfidylle, die nicht mehr besteht und vielleicht auch gar nicht immer so idyllisch war, wie es auf den Karten wirkt. Viele dieser Ansichten sind längst Geschichte und die erfolgten Baumaßnahmen sind es manchmal auch schon wieder.
Zu jeder der Postkarten hat Werner Schubert eine kurze Beschreibung angefertigt, die über das Jahr der Aufnahme und die abgebildeten Gebäude Informationen geben. Wenn man ihn befragt, so kann er auch zur Geschichte der Postkarte selbst einiges erzählen. Mitte des 19. Jahrhunderts gab es im deutschsprachigen Raum über 20 souveräne Staaten, die zum Teil eigene Briefmarken herausbrachten. Eine übergreifende Postverwaltung gab es bei diesen Fürstentümern und Königreichen nicht. Erst 1868 kam es zur Gründung des Norddeutschen Bundes mit dem Königreich Preußen und man organisierte ein übergreifendes Postwesen. Preußisch korrekt wurden die Maße für Korrespondenzkarten „miot“ festgelegt, die amtlich vorgeschrieben auf der Vorderseite nur die Anschrift und auf der Rückseite nur kurze Mitteilungen enthalten durfte. Erst 1874 nach Gründung des Weltpostvereins wurde die internationale Weltpostkarte eingeführt, die aber immer noch keine Ansichtskarte war. Um 1885 durften auch private Verleger und Druckereien Postkartenauflegen und mit der sogenannten Ansichtskarte ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Bald gab es Ansichtskarten von Städten, Gemeinden, Schlössern, Straßen, Plätzen, Gastwirtschaften und Industrieanlagen. Dazu kamen dann bald auch Grußkarten zum Geburts- oder Namenstag, zu Weihnachten, zu Ostern oder Motivkarten verschiedenster Art. Nicht zu vergessen, dann gab es auch bald die ersten Postkarten aus dem münsterländischen Ostbevern, die jetzt gezeigt werden. Am kommenden Sonntag ist Werner Schubert um 15.00 Uhr im Heimathaus und führt Interessierte auch durch die Ausstellung.


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