HEIMATVEREIN
OSTBEVERN e.V.
Darstellung beeinflussen
Schriftgröße: [ kleiner ] . [ normal ] . [ größer ] .
  
Innenansicht der katholische Pfarrkirche
Innenansicht der katholischen Pfarrkirche vor dem Umbau während einer Trauung.
Bild: Heinz Lüning
Hauptnavigation Startseite. Heimatverein. Geschichte Ostbeverns. Bildergalerien. Termine. Presseberichte. Archiv. Login.
Seiteninhalt

Archiv-Berichte

Ausstellung Ostbevern - Königreich Frankreich - Keine Privilegien mehr für den Adel

„Code Napoleon“ - das klingt nach einem Titel für einen Blockbuster. Ist es aber nicht. Die Bezeichnung steht für ein Gesetzbuch, das Anfang des 19. Jahrhunderts die Grundsätze der Französischen Revolution berücksichtigte. Die hatten ihren Einfluss auf die Region, denn die Leitlinien waren auch im täglichen Leben der Münsterländer spürbar. Was das heute mit der Bevergemeinde zu tun hat? Nun: Ein Original des „Code Napoleon” ist zurzeit im Rahmen einer neuen Ausstellung im Heimathaus zu sehen, durch die Werner Schubert die ersten Besucher führte..

Nach dem Pariser Vertrag vom Mai 1802 kamen Münster und der östliche Teil des ehemaligen Fürstbistums zu Preußen, im Reichsdeputationsausschuss vom Februar 1803 wurden die Verträge bestätigt. 1806 wurde Preußen, zu dem auch Ostbevern gehörte, von Frankreich in der Schlacht von Jena und Auerstedt besiegt.


Am 26. Oktober 1806 traf Louis Napoleon in Münster ein, General Henri Loison wurde Gouverneur für die französische Provinz Münster.

Bis 1810 wurden die Grenzlinien in Norddeutschland häufig verschoben. Münster wurde zum Sitz der Präfektur „Emsdepartment”, später zum „Department de la Lippe”. Ostbevern kam zum „Department de la Ems superieure”.

Die Übernahme der französischen Herrschaft brachte der Bevergemeinde längst fällige Reformen. So wurde das Dezimalsystem eingeführt. Der „Code Civile” brachte die Gleichstellung der Bürger und hob alle Sonderrechte des Adels auf. Die Leibeigenschaft wurde aufgehoben wie auch das Verbot der Heirat zwischen Adel und Bürgern.

Zudem war die Vereinfachung und Zentralisierung des Gerichtswesen s gegenüber der alten Rechtslage ein großer Fortschritt.

Werner Schubert erzählte den Gästen auch vom Freiherrn Friedrich Clemens von Elverfeldt, genannt von Bever¬foerde zu Werries, der mit 21 Jahren das Schloss Loburg übernahm und im Jahr 1811 französischer Beamter, Maire des Bürgermeisters von Ostbevern im Departement Ober-Ems, wurde. 1812 richtete man die Pferdewechselstelle in Ostbevern ein, deren erster Postmeister Franz Evens war.

1814/15 wurde Europa im Wiener Kongress neu aufgeteilt. Das Münsterland wurde wieder preußisch, Freiherr Friedrich Clemens von Elverfeldt wurde als Bürgermeister abgesetzt.

Mehrere Neuerungen, die der „Code Napoleon” mit sich brachte, blieben bis heute erhalten.

An allen Sonntagen bis Anfang April ist die Ausstellung im Heimathaus jeweils von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet.

WN Bericht vom 09.03.2011 von ANNE REINKER



« zurück zum Presse- und Bericht-Archiv


 


  nach oben  
 
Öffentliches Lesezeichen bei Mr. Wong Öffentliches Lesezeichen bei Linksilo Öffentliches Lesezeichen bei Icio Öffentliches Lesezeichen bei Oneview Öffentliches Lesezeichen bei Linkarena Öffentliches Lesezeichen bei Del.icio.us Öffentliches Lesezeichen bei Seekxl Öffentliches Lesezeichen bei Newskick Öffentliches Lesezeichen bei Technorati Öffentliches Lesezeichen bei Yigg Öffentliches Lesezeichen bei Digg Öffentliches Lesezeichen bei Google Öffentliches Lesezeichen bei Reddit Öffentliches Lesezeichen bei Simpy Öffentliches Lesezeichen bei Diigo Öffentliches Lesezeichen bei Furl Öffentliches Lesezeichen bei Yahoo Öffentliches Lesezeichen bei Spurl Öffentliches Lesezeichen bei Netscape Öffentliches Lesezeichen bei Blinklist Öffentliches Lesezeichen bei Blogmarks