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Innenansicht der katholische Pfarrkirche
Innenansicht der katholischen Pfarrkirche vor dem Umbau während einer Trauung.
Bild: Heinz Lüning
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O wu is et koalt nu worden - Plattdeutscher Abend 02. Februar 2011

Plattdeutscher Abend 02.02.2011 Pünktlich um 19.30 Uhr klingelt die Glocke und Hermann Kövener begrüßt die mehr als 50 Zuhörer an diesem Abend mit einem „Hiärtlich willkommen“. Zunächst erheben sich die Besucher zum Gedenken an Hugo Frye, der in der vergangenen Woche verstorben war. Hugo Frye hat den Heimatverein jahrelang unterstützt und insbesondere das Spekulatiusbacken in der Weihnachtszeit aktiv gestaltet. Nachdem sich Hermann Kövener bei den Anwesenden für die Ehrerbietung bedankt hatte, wurde gemeinsam das Lied „O wu is et koalt nu worden“ gesungen, das Werner Kövener mit der Gitarre begleitete.

Anni Preckel, wie immer perfekt im Vortrag, erzählte mit „Wu dat so geiht“ die Gedanken eines Ingenieurs aus Altenberge, der vor vielen Jahren beruflich die Welt bereiste und auch an fernen Orten immer an seine Kindheit im Münsterland, die Plattdeutschen Reime und die Herdfeuerabende dachte. Dabei streifte die Geschichte den chinesischen Kalender, das Jahr der Ziege, die Angst vor Unwetter und Missernten, die in allen Erdteilen ähnlich ist. Bei ihrer zweiten Geschichte ging es, Anni Preckel entschuldigte sich schon vorab, um das übermäßig große Hinterteil einer Dame, das in der Kirchenbank nur Platz fand, weil der dünne Köttersmann aus der Bank fiel.

Hermann Kövener erzählte dann von Maria Lichtmess, das Fest wird genau am gleichen Tag, an dem die Veranstaltung stattfand, begangen. Erläuterungen zum Blasiussegen, dem Aschekreuz, und zum Begriff Segen im Allgemeinen rundeten seinen Vortrag ab, der bis zum Gipfelkreuz eines Berges führte.

Lustig war die Geschichte von der Feldmaus, die beim Ernteeinsatz in der Hose von August verschwand, rings um den Körper sauste und am Ende vermutlich alles von August gesehen hatte. Heinrich Reckermann hatte mit seiner ihm eigenen Art bei diesem Vortrag alle Lacher auf seiner Seite. Genauso bodenständig trug er die Geschichte vor, bei der der Ehemann einer Verstorbenen dem Pastor erklärte, dass sechs Wochen Fegefeuer für seine verstorbene Frau wohl nicht reichen würden.

Nachdenklicher und besinnlicher ging dann Gerda Käuper an die nächste Geschichte, die Lieschen als kleines Kind bis zur abgeschlossenen Ausbildung als Lehrerin begleitete. Man konnte es gut nachvollziehen, dass sie als zwölftes Kind auch ein wenig Aufmerksamkeit der Mutter bekommen wollte. Viele Episoden zeigten, was Lieschen alles unternahm und wie oft die Versuche scheiterten, von Mutter ein Lob zu bekommen, was ihr dann leider bis zum Ende nicht gelang.

Weiter ging es mit Panoptikum von Anni Preckel, dem Karneval, den Hermann Kövener aufs Korn nahm und Vorträgen über Demokratie von Heinrich Reckermann.

Dann griff Werner Kövener wieder zur Gitarre. Gemeinsam mit den Besuchern wurde der Refrain eines Liedes geübt. Die Melodie dazu lieferte der Beach Boy Titel von 1967 „Sloop John B.“. Gemeinsam mit Hermann und Werner Kövener sangen alle den selbsterstellten Text. Hier ging es um einen Menschen, der nie Zeit hat, nie Geld hat und immer etwas erledigen muss. Der Applaus zeigte, da hatten die beiden Brüder den Nerv des Publikums getroffen.


Auch nach der Pause ging es unterhaltsam weiter. Ein Sketsch von Anni Preckel und Hermann Kövener über Doktor Schluckup und seinen ersten Patienten zeigte, dass die „allgemeine Betrunkenheit“ sich nur lateinisch wie eine wirkliche Krankheit anhört. Dass die heute allgegenwärtigen Fusionen von Firmen auch auf Plattdeutsch und in Gedichtform vorgetragen werden können, zeigte Gerda Käuper. Noch einmal um ausladende Hinterteile gings dann bei Hermann Kövener, wobei jeder Teil der Geschichte mit einem „min Äes is to dick“ endete und sich das auf Platt wesentlich netter als in Hochdeutsch anhörte. Weitere Geschichten folgten, dann war auch der letzte Glühwein ausgetrunken, waren die Plätzchen fast restlos gegessen und es ging wieder nach draußen, wo es wirklich noch richtig kalt war. Der nächste Plattdeutsche Abend, dann wieder einmal mit den Biäwersängern, findet am Mittwoch, 03. März 2011 statt.


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