HEIMATVEREIN
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Innenansicht der katholische Pfarrkirche
Innenansicht der katholischen Pfarrkirche vor dem Umbau während einer Trauung.
Bild: Heinz Lüning
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Archiv-Berichte

Archivführung Schulgeschichte Ostbevern Sonntag 28. November 2010

Werner Schubert Führung Schulgeschichte Etwa 20 interessierte Besucher hatten sich am kalten Sonntagnachmittag auf den Weg zum Heimathaus gemacht. Dort erwartete sie nicht nur ein prasselndes Kaminfeuer sondern auch ein gut informierter und bestens vorbereiteter Werner Schubert zu einem kleinen Abstecher in die Vergangenheit. Er erläuterte zunächst die Zusammensetzung des umfassenden Archivs des Heimatvereins, das allen Interessierten auf Anfrage auch zur Verfügung steht. Preußische Gesetzgebung, die Abgabenbücher der Häuser Bevern und Loburg, Dokumente aus den letzten Jahrhunderten stellte Werner Schubert kurz vor. Das von ihm selbst erstellte „Findbuch“, mit dem die Suche nach Unterlagen und Dokumenten in den fast 40 Ordnern der Heimatgeschichte überhaupt erst systematisch möglich ist, war dabei eine wirkliche Hilfe. Natürlich konnten in dem 45-minütigen Vortrag viele Themen der Schulgeschichte im Ort nur ansatzweise gestreift werden.
Schon 1570 informiert ein Visitationsbericht mit dem Vermerk „omnia salve“, also „alles in Ordnung, dass es in der ersten Schule in Ostbevern wohl keine gravierenden Mängel beim Unterricht gab. Akribisch konnte Werner Schubert die weitere Entwicklung mit vielen Jahreszahlen, Daten und Fakten beleuchten. 1610 gab es eine „Schule auffn Kirchhoffe“, die Bezahlung des Lehrers erfolgte zum Teil noch in Naturalien, 3 Malter Roggen und 6 Reichsthaler waren sein Jahressalär. 1675 erließ Bernhard von Galen eine Schulordnung, mit der die Schulpflicht und getrennter Unterricht für Mädchen und Jungen geregelt wurden. Schon 1820 gab es an der Beusenstraße eine Mädchenschule mit der ersten Lehrerin Catharina Benthaus. Zu der Zeit besuchten 217 Mädchen diese Schule. Auch der festgelegte Preußische Eid, mit dem die Lehrerin Maria Anna Homann 1823 beschwor, dem königlichen Hause treu und gehorsam zu sein und selbst ein geistliches und erbauliches Leben zu führen, der konnte im Wortlaut von Werner Schubert wiedergegeben werden. Viel Erstaunen gab es, als die Schulzeiten genannt wurden, Unterricht von 8.00 – 16.00 Uhr, also auch damals schon fast Ganztagsschulbetrieb. Dazu kam noch ein meist anstrengender Fußmarsch, bei Wind und Wetter und bei schlechten Straßenverhältnissen.
Die Entwicklung der Schulen ging um 1910 weiter. Damals gab es 4 Schulen in Ostbevern für die kleinen oder großen „Jungs“ oder „Wichter“. Es folgte im gleichen Jahr die Einweihung des Neubaus der heute genau 100 Jahre alten Ambrosiusschule an der Schulstraße, die sich in den folgenden Jahrzehnten immer wieder durch Umbauten veränderte. Auch die Entstehung der Bauerschaftsschulen Schirl und Brock 1894 bzw. 1904 waren ein Thema, diese Schulen wurden 1968 geschlossen. In 1951 zog das Gymnasium Johanneum von Wadersloh nach Ostbevern, damals besuchten 131 Schüler diese Schule, heute sind es rund 900 Mädchen und Jungen. Insgesamt werden am Ort in den verschiedenen Schulen fast 1.900 Schülerinnen und Schüler aus 20 Nationen von 130 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet.

Nach so vielen Informationen zeigte Werner Schubert Bilder der alten Schulen und Klassenfotos. Dann ging es gemeinsam ins Obergeschoss des Heimathauses, wo ein Teil der Einrichtung einer alten Schulklasse von den Zuhörern besetzt wurde. Das war in den kleinen Bänken nicht gerade bequem und auch die Lehrmittel, Tafel, alter Kanonenofen und die Rechenmaschine mit Kugeln erschienen den Besuchern ziemlich antiquiert. Interessant war es aber für einige Jüngere erstmals, oder für Ältere wieder einmal, auf einer Schiefertafel schreiben zu können. Da kamen Erinnerungen hoch und auch Versuche, die alte Sütterlinschrift zu entziffern waren von unterschiedlichem Erfolg gekrönt. Die Zuhörer bedankten sich zum Abschluss der Führung mit kräftigem Applaus bei Werner Schubert.


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