HEIMATVEREIN
OSTBEVERN e.V.
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Innenansicht der katholische Pfarrkirche
Innenansicht der katholischen Pfarrkirche vor dem Umbau während einer Trauung.
Bild: Heinz Lüning
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Backpfeifen waren nicht notwendig - Schnatgang des Heimatvereins von Glandorf nach Schirl/Rengering

Backpfeifen waren nicht notwendig - Schnatgang des Heimatvereins von Glandorf nach Schirl/Rengering Als forsche Wanderer betätigten sich gestern wieder zahlreiche Mitglieder des Heimatvereins: Es galt, die Grenzen zwischen Glandorf, Ostbevern und Milte abzuschreiten. Was vor Jahrhunderten noch erforderlich war, ist für die Vereinsmitglieder heute eine schöne Tradition. Zum Schnatgang gehört es jeweils auch, am Grenzpunkt gemeinsam eine Eiche zu pflanzen.
Rund 50 Teilnehmer kamen bei sonnigem Wetter an der Baumschule Josef Schönhoff zusammen, um sich gemeinsam auf den Patt zu machen. Begrüßt wurden sie vom Vereinsvorsitzenden Bernhard Frye. "Erstmals wird uns die Eiche den ganzen Weg begleiten", betonte er. Gemeinsam mit dem neunjährigen Pius Schönhoff führte er die Gruppe auf der etwa sieben Kilometer langen Strecke an, die Stieleiche auf einem Handwägelchen im Schlepptau.
Der Weg führte von Glandorf nach Ostbevern. Eine kurze Pause zur Erfrischung mit Kaffee und kühlen Getränken kam den Teilnehmern gelegen, bevor es auf den zweiten Teil der Strecke in Richtung Milte ging. So manche Erklärung hatte Erich Harenbrock im Gepäck, der ausgezeichnet über die Grenzen Bescheid wusste. So etwa über den Grenzstein an der B 51, der früher die Trennlinie zwischen Preußen und Hannover anzeigte und heute die Grenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ausweist. Als es noch keine genauen Grundbuchauszüge gab, war die Begehung der Grenzverläufe noch notwendig. Damals bestanden diese häufig aus markierten Bäumen oder Auffälligkeiten in der Landschaft. Um diese kontrollieren zu können, gehörte ein regelmäßiger Schnatgang der Bewohner der angrenzenden Gemeinden zur Pflicht. Dabei wurde auch involviert, um das Wissen über die Generationen hinweg weiterzutragen. Anfang des 19. Jahrhunderts, als alle ländlichen Gebiete katastermäßig erfasst waren, waren die Grenzbegehungen nicht mehr notwendig und wurden zeitweilig sogar verboten. Seit gut 20 Jahren wird die Tradition des Schnatganges von vielen Heimatvereinen wieder weitergeführt, so auch in Ostbevern.
Nach gut zweistündiger Wanderung erreichten die Teilnehmer die Höfe Schönhoff und Sander im Grenzgebiet Ostbevern/Milte. Zu Hilfe kamen ihnen dieses Mal die Mitglieder des Heimatvereins Milte. Ihr Vorsitzender, Dr. Hermann Mesch wusste einiges Wissenswertes beizutragen. Im nachbarschaftlichen Einvernehmen konnte der Grenzverlauf gekennzeichnet werden.
War es früher in einigen Gemeinden Brauch, jungen Leuten an den gesetzten Grenzmarkierungen mit Backpfeiffen und Hieben die Grenzen einzuprägen, geschah dies gestern auf angenehmere Weise. Ein Grillfest an der Schützenhalle Sander beendete den Schnatgang.
Der Ostbeverner Bürgermeister, Joachim Schindler, der sich mit den Heimatfreunden auf den Weg gemacht hatte, erklärte bei der Pflanzaktion spontan, die Kosten für die Eiche aus eigener Tasche zu übernehmen. Dafür gab es kräftigen Applaus von den Vereinsmitgliedern.

Bericht Anne Reinker, WN, vom 04.10.2010





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