HEIMATVEREIN
OSTBEVERN e.V.
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Innenansicht der katholische Pfarrkirche
Innenansicht der katholischen Pfarrkirche vor dem Umbau während einer Trauung.
Bild: Heinz Lüning
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Plattdeutsch erzählt und gesungen

Plattdeutscher Abend am 03.03.2010 auch mit den Biäwersängern Das Heimathaus war randvoll beim dritten Plattdeutschen Abend des Jahres am Mittwoch. Fast 90 Zuhörer und Akteure hatten sich eingefunden. Hermann Kövener war hoch erfreut und sagte bei der Begrüßung im breiten Plattdeutsch, dass er jetzt wohl etwas lauter „bölken“ muss. Geschichten aus der Fastenzeit, dem Frühjahr, über Gerichtsvollzieher und westfälische Dickköpfe standen auf dem Programm, zu dem auch die Biäwersänger, der Plattdeutsche Männerchor des Heimatvereins, ihren Beitrag leisteten.
Anni Preckel erzählte von der Amsel im März, dem „Miärtengaitling“ und davon, dass ein Mann nach einer Reise mit neuen Kosenamen für die Frau besser vorsichtig umgeht. Die Geschichte, die Hermann Kövener über die Fastenzeit vortrug, bei der ein Ehemann auf seine geliebte Pfeife verzichten soll und getrennte Schlafzimmer auch nicht die richtige Alternative für die Ehefrau waren, garantierte für Heiterkeit. In die gleiche Kerbe schlug Heinrich Reckermann, der zwei Geschichten, wie immer deftig und mit viel Humor, über westfälische Dickschädel erzählte. Der Gerichtsvollzieher, dem bei der Pfändung von einer betroffenen Frau gewünscht wird, dass ihn der Teufel hole, der konnte gerade noch entkommen, so endete die Geschichte von Anni Preckel. Gedichte über das Frühjahr und die Märzsonne, die so schön auf die Wallhecken scheint trug Hermann Kövener vor, dann ging es mit Gerda Käuper auf eine lange und melancholische Reise von Wolbeck nach Rom und zurück. Die Biäwersänger stellten gekonnt fest, dass die Welt nur halb so nett wäre, wenn keiner einen Vogel hätte. Mit leisen Tönen vermittelten sie im Anschluss die Stimmung nach dem Regen, wenn die Blumen wieder aufblühen und die Vögel wieder singen. Eine kleine Formation des Chores, als Bänkelsänger, sang ein selbst geschriebenes Lied über den Heimatverein, das Heimathaus und den Gesang im Chor, sowie über Geschichten aus und um Ostbevern. Nach der Pause ging es dann ebenso flott und unterhaltsam weiter. Der Sketsch von Johanna Hugenroth, Anni Preckel und Hermann Kövener entführte die Zuhörer von der Stadt aufs Land, wo Mutter und Tochter sich nicht mit allen Sitten und Gebräuchen der Landbevölkerung abfinden wollten. Benätzken und seine Flöte und Opa Weitkamp bei der Beichte, da gab es wieder viel zu lachen, als Heinrich Reckermann loslegte. Eine Zeitreise durch den dreißigjährigen Krieg, den tollen Christian und den Wehrwolf, der irgendwie in den Brunnen des Hofes geraten war und nach dem jetzt das Kaffeewasser schmeckte, Hermann Kövener wusste das alles gekonnt zu erzählen. Gerda Käuper berichtet, wie Gott den ersten Westfalen erschaffen hat und weshalb Westfalen nicht in die Hölle kommen. Ob sie allerdings grundsätzlich einen Platz im Himmel bekommen, blieb bei der Geschichte offen. Von Jesuitenpatern und einem Pastor, der immer zu den „Frauleuten“ hält, von Anton um seiner Oma bei der Beichte handelten andere Geschichten. Werner Schubert vom Heimatverein bedankte sich bei den Akteuren mit Plattdeutscher Literatur und einem süßen Geschenk für die gute Unterhaltung an den sechs Abenden im Herbst- und Winterzeitraum. Dann waren noch einmal die Biäwersänger gefordert. Lieder übers Radfahren auf Münsterländer Pättchen, übers heiß geliebte Möppkenbraud und den alten Münsterlander klangen durch den Raum. Wenn Freunde auseinander gehen sollte eigentlich das Schlusslied sein, aber erst nach dem Lied „Guod goahn“, mit dem Solisten Heiner Eickelmann, war dann nach fast zwei Stunden der unterhaltsame Abend zu Ende. Die nächsten Plattdeutschen Abende gibt es erst wieder ab Oktober des Jahres, jeweils am ersten Mittwoch im Monat. Für alle, die das Heimathaus vorher aufsuchen möchten, dieses ist ab kommenden Sonntag wieder an jedem Sonntag von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr für Besucher kostenlos geöffnet.


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